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Kultur
20/08/2026 - 12:45

Sorge um Erhalt der archäologischen Funde von Lavagnone

Für die archäologische Fundstätte Lavagnone in Desenzano del Garda wird ein verstärkter Schutz gefordert. Nach Angaben von Marta Rapi, der Leiterin der Ausgrabungen, könnten Veränderungen der Wasserverhältnisse im Gebiet die Konservierung jener Funde beeinträchtigen, die weiterhin im Untergrund liegen.

Rapi regte eine gemeinsame Initiative von Denkmalbehörde, Gemeinde und Universität an. Im Mittelpunkt stehen ein regelmäßiges Monitoring des Fundplatzes sowie mögliche Maßnahmen wie die Wiederherstellung des natürlichen Wasserabflusses und die Reinigung vorhandener Kanäle.

Mehrere Gemeinderäte der Liste „Desenzano Progetto Futuro, Partito Democratico, Viviamo Desenzano“ haben dazu eine Anfrage an den Kulturstadtrat der Stadt gerichtet. Sie wollen wissen, welche Schritte die Verwaltung bereits unternommen hat und welche weiteren Maßnahmen zum Schutz des UNESCO-Ortes vorgesehen sind.

Die Politiker fordern zudem eine dauerhafte Arbeitsrunde mit der Soprintendenza, der zuständigen staatlichen Denkmalbehörde, und der Universität Mailand. Damit sollen der Erhaltungszustand kontinuierlich überprüft und notwendige Eingriffe abgestimmt werden.

Lavagnone gehört seit 2011 zum UNESCO-Welterbe der prähistorischen Pfahlbauten im Alpenraum. Zu den bedeutenden Funden zählen unter anderem ein 2018 entdeckter Einbaum sowie ein gynäkomorphes Gefäß. Teile des archäologischen Erbes sind im Museo Civico Archeologico Giovanni Rambotti in Desenzano ausgestellt.

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