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20/08/2026 - 17:12

Wasserreserven in der Lombardei weiter deutlich unter dem Durchschnitt

Die Wasserreserven in der Lombardei liegen weiterhin deutlich unter dem Normalwert. Nach Angaben des regionalen Assessors Massimo Sertori beträgt das Defizit auf regionaler Ebene 52 Prozent. Die Lage sei ähnlich wie in der Vorwoche, aber weniger kritisch als beim Tiefstand im Jahr 2022.

Im Einzugsgebiet von Mincio und Gardasee steht der See bei 51 Zentimetern über dem hydrometrischen Nullpunkt. Trotz des gesunkenen Pegels sichere er weiterhin eine hohe Abgabe in den Mincio, den Abfluss des Gardasees.

Die Wasserentnahme aus dem See soll nach einer Vereinbarung zwischen der Comunità del Garda und dem Consorzio del Mincio kurzfristig deutlich reduziert werden. Vorgesehen sind noch 20 bis 25 Kubikmeter pro Sekunde. Die geringere Entnahme soll dazu beitragen, den Seepegel nach der trockenen Saison zu stabilisieren.

Der Generalsekretär der Comunità del Garda, Pierlucio Ceresa, verwies zugleich auf erwarteten starken Wind am Donnerstag, 20. August. Die Situation werde gemeinsam mit Küstenwache, AIPO und dem Consorzio del Mincio überwacht und sei auch aus hydraulischer Sicht unter Kontrolle.

In anderen Teilen der Lombardei zeigen sich teilweise leichte Verbesserungen. Am Comer See stieg der Pegel nach Gewittern um Ferragosto etwas an. Auch die Reserven in den Einzugsgebieten von Brembo, Serio, Oglio und Chiese legten leicht zu. Besonders angespannt bleibt dagegen die Lage am Lago Maggiore.

Für eine allgemeinere Entspannung erwartet die Region Niederschläge am 20. und 21. August sowie weitere unbeständige Wetterphasen in der folgenden Woche.

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