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21/08/2026 - 13:40

Neue Ausgrabungen im Torfmoor von Fiavé Carera

In der Torfmoorzone Carera bei Fiavé haben neue archäologische Untersuchungen an den UNESCO-Pfahlbauten begonnen. Die Arbeiten werden vom Amt für archäologische Denkmalpflege der Autonomen Provinz Trient koordiniert und umfassen zunächst einen zwölf Quadratmeter großen stratigrafischen Testschnitt.

Nach rund vier Jahrzehnten soll damit unter anderem der Erhaltungszustand der archäologischen Ablagerungen und der hölzernen Strukturen überprüft werden. Falls erforderlich, sollen Maßnahmen gegen eine weitere Schädigung der Befunde vorbereitet werden. Zugleich setzen die Fachleute auf moderne Methoden der Archäometrie und Bioarchäologie.

Die Pfahlbausiedlung von Fiavé Carera zählt zu den bedeutendsten Fundplätzen im Alpenraum. Sie gehört zur transnationalen UNESCO-Welterbestätte „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“. Die feuchte Torfumgebung hat organische Materialien wie Holz, Samen und Früchte außergewöhnlich gut erhalten.

Früheste Siedlungsphase im Fokus

Die neuen Untersuchungen knüpfen an frühere Grabungen unter der Leitung von Renato Perini an. Geplant ist, einen von ihm im Bereich IX der Zone 1 begonnenen Schnitt um etwa zehn Quadratmeter nach Süden zu erweitern. Das Untersuchungsgebiet liegt rund 40 Meter von der heutigen archäologischen Fläche entfernt.

Im Mittelpunkt steht die älteste bekannte Besiedlungsphase von Fiavé, die in das späte Neolithikum, in die erste Hälfte des vierten Jahrtausends vor Christus, datiert. Über diese Phase ist bislang vergleichsweise wenig bekannt, da viele ihrer Spuren von späteren Siedlungsphasen überlagert oder beeinträchtigt wurden. Auch Befunde aus der frühen Bronzezeit sollen untersucht werden.

Die bisherigen Forschungen in Fiavé hatten eine lange Abfolge menschlicher Nutzung vom Neolithikum bis in die späte Bronzezeit, ungefähr bis zum 13. Jahrhundert vor Christus, nachgewiesen.

Kostenlose Führung am 21. August

Begleitend zu den Grabungen sind Veranstaltungen der öffentlichen Archäologie geplant. Der erste Termin ist für Freitag, 21. August, zum Internationalen Tag des Unterwasser-Kulturerbes angekündigt.

Um 15.30 Uhr beginnt eine kostenlose Führung durch das archäologische Areal und zur Grabung. Um 17 Uhr folgt im Parco Archeo Natura die Veranstaltung „Frammenti d’acqua“ mit Mythen, Legenden und Gedichten rund um das Wasser.

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