
Gardasee: Abfluss in den Mincio auf 28 Kubikmeter pro Sekunde gesenkt
Der Abfluss des Gardasees in den Mincio wird auf 28 Kubikmeter pro Sekunde reduziert. Darauf haben sich die Comunità del Garda, das Consorzio del Mincio und die Flussbehörde AIPO nach Wochen mit geringen Niederschlägen verständigt.
Die Regelung erfolgt am Auslassbauwerk in Peschiera del Garda und betrifft die Wassermenge, die in den Mincio geleitet wird. Sie soll verhindern, dass der Pegel des Sees in den kommenden Wochen weiter deutlich sinkt.
Nach Angaben der beteiligten Stellen hatte der Gardasee zuletzt unter der anhaltenden Trockenheit gelitten. Der Regen brachte nun eine erste Entspannung: Der Wasserstand lag wieder mehr als 50 Zentimeter über dem hydrometrischen Nullpunkt von Peschiera.
Auch in den besonders trockenen Monaten hatten die Nutzer flussabwärts bereits geringere Mengen entnommen, als nach den geltenden Regeln möglich gewesen wäre. Die weitere Entwicklung von Pegelstand und Wetterlage soll täglich beobachtet werden.
Bei der Steuerung des Abflusses müssen unter anderem die Trinkwasserversorgung, die Landwirtschaft, industrielle und touristische Nutzungen sowie Wasserkraft, Thermalbetriebe und der Schutz der Fischbestände berücksichtigt werden.