
Street-Art-Künstler Cibo zeigt mutmaßlichen Angriff in San Giovanni Lupatoto an
Der Veroneser Street-Art-Künstler Pier Paolo Spinazzè, bekannt unter dem Namen Cibo, hat in den sozialen Netzwerken von einem mutmaßlichen Angriff in San Giovanni Lupatoto berichtet. Der Vorfall soll sich am Ferragosto ereignet haben, als Spinazzè mit seiner Frau, seinem dreijährigen Sohn und befreundeten Personen an einem Tisch vor einer Eisdiele saß.
Nach seiner Darstellung näherte sich ihm ein Mann und packte ihn gewaltsam. Während des Vorfalls soll der Mann auch den kleinen Sohn des Künstlers umgestoßen oder getroffen haben. Spinazzè erklärte, er habe wegen seiner Multiplen Sklerose kaum die Möglichkeit gehabt, sich zu verteidigen. Er selbst habe leichte Kratzer und einige blaue Flecken erlitten. Schwer verletzt worden sei nach seinen Angaben niemand.
Nach dem Vorfall suchte Spinazzè die Notaufnahme auf und erstattete bei den Carabinieri Anzeige. In seinem öffentlichen Beitrag nennt er auch den Namen des Mannes, den er für den Angreifer hält. Zudem beschuldigt er ihn, dem Ultrà-Umfeld von Hellas Verona anzugehören und als Fußballschiedsrichter für den italienischen Schiedsrichterverband AIA tätig zu sein. Diese Angaben sind Teil der Darstellung des Künstlers. Die Behörden müssen nun den genauen Ablauf und mögliche strafrechtliche Verantwortlichkeiten klären.
Cibo ist vor allem dafür bekannt, rassistische und neofaschistische Schmierereien mit farbenfrohen Wandbildern zu übermalen. Trotz des Vorfalls erklärte er, seine künstlerische und gesellschaftliche Arbeit fortsetzen zu wollen.