
Venetien gründet regionale Anti-Mafia-Einheit
Die Region Venetien hat eine neue Organisationseinheit zur Bekämpfung der Mafia und zur Aufwertung beschlagnahmter Vermögenswerte eingerichtet. Ziel ist es, die Prävention gegen das Eindringen organisierter Kriminalität zu verstärken und Kommunen bei Maßnahmen für mehr Rechtmäßigkeit zu unterstützen.
Geleitet wird die neue Einheit von Enrico Risottino, einem pensionierten Oberstleutnant der Carabinieri. Er verfügt über mehr als 40 Jahre Berufserfahrung. Nach Angaben der Region wird er die Aufgabe ohne Kosten für die Regionalverwaltung übernehmen.
Risottino war unter anderem beim polizeilichen Sonderkommando ROS tätig. Außerdem leitete er die Ermittlungsabteilungen der Carabinieri in Trient und Venedig. Zuletzt stand er dem Carabinieri-Kommando für Umwelt- und Energiesicherheit in Venedig vor.
Die neue Struktur soll die Zusammenarbeit zwischen der Region, den Kommunen und weiteren Einrichtungen stärken, die sich für den Schutz der Legalität einsetzen. Geplant sind Präventionsmaßnahmen sowie Initiativen zur Förderung von Transparenz.
Ein Schwerpunkt liegt auf Immobilien und anderen Vermögenswerten, die der organisierten Kriminalität entzogen wurden. Die Einheit soll Gemeinden, Körperschaften und Organisationen des Dritten Sektors bei deren Übernahme, Wiederverwendung und Verwaltung unterstützen.
Nach dem Willen der Region sollen die beschlagnahmten Güter wieder der Bevölkerung zugutekommen – etwa durch eine soziale oder andere gemeinnützige Nutzung. Regionalpräsident Stefani erklärte, die Institutionen müssten Legalität jeden Tag konkret umsetzen und die Kommunen bei der neuen Nutzung dieser Güter unterstützen.