
Porta Vescovo in Verona: Verona Riparte fordert mehr Sauberkeit und Kontrollen
Der Zustand im Bereich der Porta Vescovo und der angrenzenden historischen Stadtmauern sorgt erneut für eine politische Debatte in Verona. Die Bewegung Verona Riparte verweist auf Berichte über Spritzen, verbrannte Folien und Müll und fordert mehr Sauberkeit, Instandhaltung sowie eine stärkere Kontrolle des Gebiets.
„Kein Veroneser darf gezwungen sein, mit Zonen der Verwahrlosung in seiner Stadt zu leben“, erklärte die Bewegung. Für den Gründer und Vorsitzenden Alberto Lorusso geht es vor allem um die Qualität der städtischen Verwaltung. Die Stadt müsse für Sauberkeit, Instandhaltung, Sicherheit und konkrete Ergebnisse sorgen.
Lorusso verband die Diskussion über Porta Vescovo außerdem mit der Drogenpolitik. Angesichts der bestehenden Nachfrage und der Gewinne der organisierten Kriminalität müsse die Wirksamkeit des derzeitigen Verbotsmodells ohne ideologische Vorbehalte hinterfragt werden. Er sprach sich für eine Debatte über Regulierung und Legalisierung aus, die von Prävention, Aufklärung und Information begleitet werden müsse.
Alessandro Beccalossi, bei Verona Riparte für Recht und Sicherheit zuständig, äußerte sich insbesondere bei harten Drogen zurückhaltender. Eine erneute Diskussion über den Umgang mit Cannabis und sogenannten weichen Drogen hält er jedoch für notwendig. Die unterschiedlichen Positionen innerhalb der Bewegung seien Teil einer offenen politischen Debatte.
In der konkreten Frage der Porta Vescovo vertritt Verona Riparte eine gemeinsame Linie. Unabhängig von möglichen Änderungen der nationalen Drogengesetze seien Sauberkeit, Beleuchtung, Wartung und eine stärkere Präsenz vor Ort notwendige Aufgaben der Stadtverwaltung.