
Krankenhaus in Legnago bietet MEOPA zur Schmerzlinderung bei der Geburt an
Im Kreißsaal des Krankenhauses Mater Salutis in Legnago steht Frauen ab sofort eine weitere Möglichkeit zur Schmerzlinderung während der Geburt zur Verfügung: MEOPA. Die Abkürzung steht für eine gleich dosierte Mischung aus Sauerstoff und Lachgas.
Die Mischung besteht zu jeweils 50 Prozent aus Sauerstoff und Lachgas. Die Gebärende inhaliert das Gas selbstständig über eine Maske und orientiert sich dabei am Rhythmus ihrer Wehen. MEOPA soll schnell schmerzlindernd und entspannend wirken sowie Angst und Anspannung reduzieren.
Bei MEOPA handelt es sich nicht um eine vollständige Anästhesie. Die Wirkung setzt innerhalb kurzer Zeit ein und klingt nach dem Ende der Inhalation ebenfalls schnell wieder ab. Die Anwendung erfolgt ausschließlich im Krankenhaus und unter enger Aufsicht des medizinischen Personals.
Die neue Methode ergänzt die bereits bestehenden Möglichkeiten im Mater Salutis. Dazu gehören unter anderem die Geburt im Wasser, verschiedene Geburtspositionen und Atemtechniken. Auch eine Periduralanästhesie bleibt möglich. MEOPA ersetzt diese nicht, sondern kann je nach Situation und Wunsch der Patientin als ergänzende Alternative eingesetzt werden.
Paola Pomini, Leiterin der Abteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie in Legnago, betont den individuell abgestimmten Ansatz. Nicht jede Frau benötige dieselbe Form der Schmerzbehandlung, erklärt sie. Die Entscheidung werde gemeinsam mit dem medizinischen Team getroffen.
Nach Angaben der Koordinatorin des Kreißsaals, der Hebamme Alessandra Campo, liegt die Wahl bei der Frau. Ein praktischer Vorteil von MEOPA sei, dass keine Voruntersuchungen erforderlich sind. Die Methode kann daher auch nach der Aufnahme in den Kreißsaal angefragt werden.