
Universität Verona koordiniert weiterhin nationales Doktorat für Sportwissenschaften
Die Universität Verona koordiniert zum vierten Mal in Folge das nationale Doktoratsprogramm für Motor- und Sportwissenschaften. Das hoch spezialisierte Ausbildungs- und Forschungsprojekt wurde im akademischen Jahr 2023/2024 gestartet und wird von Professor Federico Schena geleitet.
Der Lehrkörper umfasst mehr als 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Derzeit nehmen mehr als 90 Promovierende an dem Programm teil. Beteiligt sind über 40 Universitäten und Unternehmen, darunter seit diesem Jahr auch die Universitäten von Catania, Messina und Perugia sowie weitere Unternehmen.
Für den 42. Zyklus stehen 30 Stipendien zur Verfügung. Sieben davon sind für Beschäftigte von Unternehmen reserviert. Das dreijährige Programm verbindet damit akademische Forschung mit der Arbeits- und Unternehmenswelt.
Auf die Ausschreibung gingen mehr als 180 Bewerbungen ein. Die Kandidatinnen und Kandidaten konnten aus fast 600 Forschungsvorschlägen bis zu fünf Präferenzen angeben. Fast die Hälfte der Projekte kommt aus dem Ausland. Besonders viele Bewerbungen gingen aus Südasien, dem Iran und dem subsaharischen Ostafrika ein.
Die Forschungsthemen reichen von sportlicher Leistung und Trainingsmethoden bis hin zu angepasster körperlicher Aktivität zur Vorbeugung chronischer Erkrankungen. Weitere Schwerpunkte sind die Vermittlung von Bewegung, Bildungsinnovation, Bewegungsanalyse mit neuen Technologien, Präventionsmedizin und Rehabilitation.
Untersucht werden außerdem Leistungsmodelle im Frauenfußball, Umweltbiomechanik im Bergsport sowie intelligente Materialien für technische Sportbekleidung. Stark vertreten sind auch die Bereiche Trainingsphysiologie, neuromuskuläre Anpassung und die Verbindung von Bewegungswissenschaften und klinischer Rehabilitation.
Das Programm ist interdisziplinär angelegt und verbindet motorische, biomedizinische, psychopädagogische und soziologische Ansätze. Ein wichtiger Bestandteil sind die „PhD Annual Schools“, die in diesem Jahr zum dritten Mal stattfinden. In kleinen Gruppen erhalten die Promovierenden dort eine praxisorientierte Ausbildung und treffen internationale Fachleute, Betreuer sowie andere Forschende.
Koordinator Federico Schena erklärte, die Fortsetzung des nationalen Doktoratsprogramms bestätige die Rolle der Universität Verona in der Forschung zu den Bewegungswissenschaften. Im Shanghai-Ranking belegt die Universität in diesem Bereich weltweit den vierten Platz. Ziel des Programms sei es, Forschung, öffentliche Gesundheit, Technologie, sportliche Leistung und die Entwicklung der Regionen miteinander zu verbinden.