
Lanzarin weist Vorwurf zurück: Soziales im Veneto nicht vergessen
Manuela Lanzarin, Präsidentin der Fünften Kommission des Regionalrats und frühere Gesundheits- und Sozialdezernentin des Veneto, weist den Vorwurf zurück, die Region habe das Soziale in den vergangenen 15 Jahren vergessen. Die Kritik war von Regionalrat Stefano Valdegamberi von Futuro Nazionale im Zusammenhang mit der Debatte über das geplante Gesetz zum assistierten Lebensende geäußert worden.
Lanzarin betonte, unterschiedliche Positionen zum Thema Lebensende seien legitim. Gleichzeitig widersprach sie der Darstellung, das soziale Engagement der Region sei zurückgegangen. In den vergangenen Jahren habe der Veneto Maßnahmen für besonders schutzbedürftige Menschen, Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderung und Familien umgesetzt. Außerdem verwies sie auf die Förderung der Integration von Sozial- und Gesundheitsversorgung.
Als Beispiele nannte Lanzarin das Gesetz zum aktiven Altern, das Rahmengesetz zur Unterstützung von Familien und Geburten sowie Regelungen für Familienassistenten. Die Aussage, das Soziale sei im Veneto „vergessen“ worden, lösche ihrer Ansicht nach die Arbeit zahlreicher Beteiligter aus – darunter Fachleute, Gesundheits- und Sozialarbeiter, Kommunalverwaltungen und Freiwillige.
Die Arbeit der Fünften Kommission werde fortgesetzt. In den ersten Monaten der Legislaturperiode lag ein Schwerpunkt auf der Neuordnung der wohnortnahen Gesundheitsversorgung. Dazu gehörte eine Bestandsaufnahme der „Case della Comunità“ und „Ospedali di Comunità“ nach den Vorgaben des Ministerialdekrets DM 77.
Im Sozialbereich befinden sich laut Lanzarin zwei neue Gesetzesvorhaben in Vorbereitung. Eines betrifft pflegende Angehörige. Der entsprechende Entwurf wurde bereits in der Fünften Kommission beraten und soll noch die Erste Kommission passieren, bevor er dem Regionalrat vorgelegt wird. Das zweite Vorhaben sieht die Einführung eines Basispsychologen vor. Dafür wurde ein einheitlicher Text erstellt, über den nach den Plänen der Kommission in den ersten Oktobertagen abgestimmt werden soll. Beide Maßnahmen sollen nach Lanzarins Angaben noch im laufenden Jahr verabschiedet werden.