
Lebensende im Veneto: Donazzan fordert Stefani zur Ablehnung des Gesetzentwurfs auf
Vor der für Dienstag, den 1. September, geplanten Abstimmung im Regionalrat des Veneto über den medizinisch assistierten Suizid hat die Europaabgeordnete Elena Donazzan von Fratelli d’Italia zur Ablehnung des Gesetzentwurfs aufgerufen.
Ihr Appell richtet sich vor allem an Alberto Stefani. Dieser müsse an seiner bisherigen Haltung zum Recht auf Leben festhalten, erklärte Donazzan. Eine Regelung zu diesem Thema gehöre ins italienische Parlament und nicht in den Regionalrat, so ihre Position.
Gleichzeitig kritisierte Donazzan den früheren Regionalpräsidenten Luca Zaia, der sich mit einem offenen Brief an die Bürger für das Gesetz ausgesprochen hatte. Sie bezeichnete dessen Vorgehen als persönlichen Kampf, der den Regionalrat in eine Auseinandersetzung mit der Regionalregierung verwandeln könne.
Als Alternative zur Regelung des assistierten Suizids fordert Donazzan einen deutlichen Ausbau der Schmerztherapie, der häuslichen Pflege und der Hospize. Das Veneto solle in diesen Bereichen massiv investieren und dabei die Zahlen der benachbarten Lombardei übertreffen.
Donazzan verwies außerdem auf die wirtschaftlichen und sozialen Belastungen für Familien, die sie bereits gemeinsam mit dem Abgeordneten Daniele Polato angesprochen habe. Fratelli d’Italia lehne eine Kultur des Wegwerfens ab und stehe auf der Seite der Menschen, die Unterstützung zum Leben benötigten.