
Venetien beschließt Gesetz zum Schutz der Krippentradition
Der Regionalrat von Venetien hat einstimmig ein neues Gesetz zur Aufwertung und Förderung der Krippentradition verabschiedet. Damit soll das Krippenwesen als Teil des kulturellen Erbes geschützt und zugleich stärker in die touristische Planung der Region eingebunden werden.
Das Gesetz sieht drei zentrale Maßnahmen vor. Im neuen regionalen Krippenregister sollen besonders bedeutende Krippen mit historischem oder künstlerischem Wert erfasst werden. Dazu gehören auch lebende Krippen sowie Ausstellungen und Veranstaltungen.
Geplant sind außerdem die „Krippenwege Venetiens“. Sie sollen verschiedene Krippenangebote miteinander verbinden und in die offizielle Tourismusplanung der Region aufgenommen werden. Besucher sollen dabei auch weniger bekannte Orte, Kirchen, Handwerksbetriebe und lokale Gastronomie kennenlernen können.
Der dritte Baustein ist der „Regionale Krippentag“, der künftig jedes Jahr am 8. Dezember begangen werden soll. Ziel ist es, die Tradition an jüngere Generationen weiterzugeben.
Eingebracht und vorangetrieben wurde das Gesetz von der Regionalrätin Claudia Barbera von Fratelli d’Italia aus der Provinz Verona. Nach ihren Angaben ging der erste Impuls für die Initiative von der Provinz Verona aus, die über eine ausgeprägte handwerkliche Tradition im Bereich der Krippen verfügt. Barbera betonte zudem die mögliche Bedeutung der Krippenwege für kleinere Gemeinden und den Wintertourismus.