
Verona: 43-Jähriger soll Führerscheinprüfung mit Technik manipuliert haben
Bei einer schriftlichen Führerscheinprüfung in Verona ist ein 43-jähriger Mann aus der Provinz Mantua mit technischer Ausrüstung kontrolliert worden. Nach Angaben der Polizia Locale wollte er die Prüfung mithilfe eines externen Helfers bestehen.
Die Beamten entdeckten eine in den Ärmel seines Poloshirts integrierte Kamera, einen Router mit SIM-Karte und einen Mikro-Ohrhörer. Die Geräte wurden beschlagnahmt und der Justiz übergeben. Der Mann wurde wegen des Verdachts auf materielle und ideologische Fälschung sowie wegen der unrechtmäßigen Übernahme von Prüfungsleistungen angezeigt.
Die Kontrolle erfolgte in Zusammenarbeit zwischen der italienischen Motorisierungsbehörde und dem Labor für Dokumentenanalyse der Veroneser Stadtpolizei. Das Labor unterstützt die für Führerscheinprüfungen zuständigen Kontrolleure bereits seit mehr als fünf Jahren.
Nach Angaben der Polizia Locale kommen die Prüfungskandidaten teilweise aus anderen italienischen Provinzen. Wer solche technischen Hilfsmittel nutzt, zahlt demnach häufig zwischen 2.000 und 5.000 Euro für die Unterstützung. Dies betreffe auch Prüfungen für Führerscheine zum Fahren von Lastwagen und Bussen.
Der Kommandant der Polizia Locale, Luigi Altamura, bezeichnete den Betrug als illegalen Markt, der kriminelle Organisationen finanzieren könne. Er forderte erneut strengere strafrechtliche Sanktionen. Die Ermittlungen und die weitere Bewertung des Falls liegen bei den zuständigen Justizbehörden.