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Kultur
14/09/2026 - 09:04

Pescantina erinnert an ehemalige Internierte und eröffnet den Bosco degli Angeli

Pescantina widmet dem Gedenken an die ehemaligen Internierten vom 18. bis 20. September drei Tage. Im Mittelpunkt steht die Rolle der Gemeinde bei der Aufnahme tausender Männer und Frauen, die 1945 nach ihrer Rückkehr aus der Gefangenschaft nach Italien kamen.

## Zeremonie in Rom

Am Freitag, 18. September, nehmen Bürgermeister Aldo Vangi und Kulturstadträtin Vittoria Borghetti an einer Zeremonie in der Abgeordnetenkammer in Rom teil. Sie vertreten Pescantina und erinnern an den Beitrag der Gemeinde zur Versorgung der Rückkehrer. Bei der Veranstaltung wird auch der Präsident der Republik anwesend sein.

Pescantina war nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ein wichtiger Durchgangs- und Aufnahmeort. Die örtliche Gemeinschaft organisierte Lebensmittel, Kleidung, medizinische Versorgung und weitere Hilfe für die Menschen, die nach ihrer Gefangenschaft nach Italien zurückkehrten.

## Eröffnung des Bosco degli Angeli

Am Samstag, 19. September, wird um 18 Uhr auf dem ehemaligen Danese-Gelände der Bosco degli Angeli eröffnet. Der neue Stadtwald ist den Frauen, Mädchen und allen Menschen gewidmet, die sich 1945 um die ehemaligen Internierten kümmerten.

An der Zeremonie beteiligen sich auch Angehörige der sogenannten „Engel von Pescantina“. Geplant ist eine Performance unter Mitwirkung von Paola Tessitore und Gaetano Miglioranzi. Unterstützt wird das Projekt von der Kooperative Filo Continuo aus Pescantina und dem Kulturverein La Resela.

Der rund 10.000 Quadratmeter große Stadtwald liegt zwischen Piazzale Butturini und der Via Risorgimento nahe dem historischen Ortszentrum. Angepflanzt wurden 80 hochstämmige Bäume und 140 Sträucher. Ein Zugang über eine Treppe von der Via Madonna neben dem Gemeindeamt soll in den kommenden Wochen nutzbar werden.

Geplant ist außerdem eine Verbindung zum Park am Piazzale Butturini sowie ein Rad- und Fußweg in Richtung des Naturraums an der Etsch und in die Valpolicella. Die Arbeiten kosteten insgesamt 570.000 Euro. Rund 381.000 Euro stammen aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, der verbleibende Betrag wird von der Gemeinde getragen.

## 60 Jahre Denkmal für die ehemaligen Internierten

Am Sonntag, 20. September, endet das Gedenkwochenende mit der traditionellen Feier am Denkmal für die ehemaligen Internierten. In diesem Jahr jährt sich die Errichtung des Denkmals zum 60. Mal. Zugleich fällt die Feier mit dem Gedenktag für die italienischen Internierten in deutschen Konzentrationslagern während des Zweiten Weltkriegs zusammen.

Das Programm beginnt um 9 Uhr mit der Aufstellung. Es folgen ein Umzug, eine Messe und Ansprachen der Vertreter der Behörden. Anschließend ist ein Umtrunk vorgesehen. Zum Jubiläum hat die Gemeindeverwaltung außerdem eine Überraschung für die Teilnehmer angekündigt, die im Laufe des Vormittags vorgestellt werden soll.

Auch Schülerinnen und Schüler der Schulen in Pescantina nehmen an den Feierlichkeiten teil. Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung will die Gemeinde Kontakte zu anderen italienischen Städten aufbauen, die mit der Geschichte der ehemaligen Internierten verbunden sind.

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