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Kultur
14/09/2026 - 15:24

Pescantina erinnert an ehemalige Internierte und eröffnet den Bosco degli Angeli

Pescantina widmet von Freitag, 18., bis Sonntag, 20. September, der Erinnerung an eine wichtige Seite seiner Geschichte. Im Mittelpunkt steht die Aufnahme und Unterstützung tausender ehemaliger Internierter, die 1945 nach ihrer Gefangenschaft nach Italien zurückkehrten.

Am Freitag nehmen Bürgermeister Aldo Vangi und Kulturstadträtin Vittoria Borghetti in Rom an einer Zeremonie in der Abgeordnetenkammer teil. Sie vertreten Pescantina und erinnern an die Rolle der Gemeinde bei der Versorgung der Heimkehrer. Die Bevölkerung hatte den Männern und Frauen nach ihrer Rückkehr unter anderem Essen, Kleidung, medizinische Hilfe und weitere Unterstützung angeboten.

## Eröffnung des Bosco degli Angeli

Am Samstag, 19. September, wird um 18 Uhr auf dem ehemaligen Danese-Gelände der Bosco degli Angeli eröffnet. Der neue Stadtwald ist den Frauen, Mädchen und allen Menschen gewidmet, die sich 1945 um die ehemaligen Internierten kümmerten. Ihre Hilfe war 2007 mit der Verleihung der Goldmedaille für zivile Verdienste an die Gemeinde Pescantina gewürdigt worden.

Zur Eröffnung ist eine Performance mit Angehörigen der sogenannten „Engel von Pescantina“ geplant. Beteiligt sind unter anderem Paola Tessitore und Gaetano Miglioranzi. Die Genossenschaft Filo Continuo aus Pescantina fertigte die für die Darstellung verwendeten Schachteln an, während der Kulturverein La Resela Schürzen nach dem Vorbild der damaligen Kleidung der Mädchen herstellte.

Der neue Grünbereich umfasst rund 10.000 Quadratmeter zwischen Piazzale Butturini und Via Risorgimento nahe dem historischen Ortszentrum. Dort wurden 80 hochstämmige Bäume und 140 Sträucher gepflanzt. Eine Zugangstreppe von der Via Madonna neben dem Gemeindeamt soll in den kommenden Wochen nutzbar werden.

Geplant sind außerdem eine Verbindung zum Park am Piazzale Butturini sowie ein Fuß- und Radweg in Richtung der Naturbereiche am Fluss Etsch und zur Valpolicella. Die Arbeiten kosteten insgesamt 570.000 Euro. Rund 381.000 Euro wurden über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert, den restlichen Betrag trägt die Gemeinde.

## Gedenken zum 60. Jahrestag des Denkmals

Am Sonntag, 20. September, endet das Wochenende mit der traditionellen Gedenkfeier am Denkmal für die ehemaligen Internierten. In diesem Jahr steht sie auch im Zeichen des 60. Jahrestags der Errichtung des Denkmals und des Gedenktags für die italienischen Internierten in deutschen Konzentrationslagern während des Zweiten Weltkriegs.

Das Programm beginnt um 9 Uhr mit der Aufstellung. Es folgen ein Umzug, eine Messe und Ansprachen der Vertreter der Behörden. Anschließend ist ein Empfang vorgesehen. Zum Jubiläum hat die Gemeindeverwaltung zudem eine Überraschung angekündigt, die im Laufe des Vormittags vorgestellt werden soll.

An den Veranstaltungen beteiligen sich auch Schülerinnen und Schüler der Schulen in Pescantina. Die Gemeinde will aus dem Gedenktag außerdem einen neuen Austausch mit anderen italienischen Städten entwickeln, deren Geschichte ebenfalls mit den ehemaligen Internierten verbunden ist.

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