
Malcesine: Krankenhaus erhält zwölf neue Betten
Das Krankenhaus von Malcesine soll künftig eine stärkere Rolle in der orthopädischen Rehabilitation und bei der Förderung eines aktiven Alterns übernehmen. Beim Gesundheitkongress „Malcesine in salute“ am 14. September im Palazzo dei Capitani wurde die geplante Entwicklung des Standorts vorgestellt.
Die wichtigste konkrete Neuerung sind zwölf zusätzliche Betten, die in Kürze in Betrieb gehen sollen. Die Einheiten werden in Zusammenarbeit zwischen der Gesundheitsbehörde Ulss 9 Scaligera und dem Pflegeheim Casa di Riposo Toblini geführt. Das Projekt gilt als Schritt hin zu einem sogenannten Gemeinschaftskrankenhaus und soll die medizinische Versorgung vor Ort stärken.
Das 1949 als nationales Zentrum für die Behandlung von Polio gegründete Krankenhaus verändert damit seinen Schwerpunkt. Die Zahl der Aufenthalte im Zusammenhang mit den Folgen einer Polio-Erkrankung ist rückläufig: Nach 404 Fällen im Jahr 2022 werden für 2026 voraussichtlich 305 erwartet. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Behandlungen für Erkrankungen des Bewegungsapparats, nach orthopädischen Leistungen und nach intensiver Rehabilitation.
Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Gesundheitsminister Orazio Schillaci, der per Videokonferenz zugeschaltet war. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen standen Prävention, technologische Innovation, eine wohnortnahe Versorgung und die Frage, wie Menschen möglichst lange gesund bleiben können.
Vor Ort nahm auch der Gesundheitslandesrat der Region Venetien, Gino Gerosa, teil. Bürgermeister Giuseppe Benamati begrüßte die zusätzlichen Betten als erstes Ergebnis eines gemeinsamen Entwicklungsprozesses. Langfristig setzt er auf eine weitere Stärkung des Rehabilitationsprofils und auf die mögliche Wiedereröffnung zweier historischer Gebäudeteile.
Ein weiterer Schwerpunkt des Kongresses war die Alterung der Bevölkerung. Pietro Girardi, Generaldirektor der Ulss 9 Scaligera, verwies auf die wachsenden Belastungen für das Gesundheits- und Versorgungssystem. Deshalb müsse der Schwerpunkt stärker auf der Erhaltung des körperlichen und psychischen Wohlbefindens sowie auf Prävention liegen.
Zum Abschluss ging es auch um die Finanzierung des künftigen Versorgungssystems. Vertreter des Versicherungsverbands ANIA erläuterten, welchen Beitrag Zusatzversicherungen und die Versicherungsbranche zu Investitionen und Innovationen im öffentlichen Gesundheitswesen leisten könnten.