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14/09/2026 - 20:13

Lonato wartet weiter auf den neuen Gesundheitsstandort

Sieben Jahre nach den ersten Beschlüssen zur Wiedererrichtung des Gesundheitsstandorts in Lonato ist weiterhin offen, wann der Neubau tatsächlich beginnt. Die Oppositionsgruppe „Lonato Insieme“ fordert von der zuständigen Gesundheitsbehörde ASST Garda konkrete Angaben zum Zeitplan.

Grundlage der Kritik ist das Dekret Nr. 770 der ASST Garda vom 28. August 2026. Damit wurden das Ausführungsprojekt und der aktualisierte Kostenrahmen für das Vorhaben genehmigt. Nach Angaben der Opposition ist das Projekt inzwischen „formal baureif“.

Die Vorgeschichte reicht bis ins Jahr 2019 zurück. Damals fasste die Region Lombardei Beschlüsse zur Wiedererrichtung des Gesundheitsstandorts in Lonato. Das Verfahren zur Vergabe der Planung und der Bauarbeiten wurde jedoch erst im Januar 2023 eingeleitet. Im Juli desselben Jahres erfolgte die Vergabe.

Dieser erste Vertrag wurde am 28. Oktober 2024 wegen Verzögerungen und der Nichterfüllung vertraglicher Pflichten durch den Auftragnehmer aufgelöst. Im Januar 2025 wurde der Auftrag anschließend an AR.CO. Lavori vergeben, das bei der ursprünglichen Ausschreibung den zweiten Platz belegt hatte. Der neue Vertrag wurde am 26. März 2025 unterzeichnet.

Die Abrissarbeiten an der alten Struktur begannen formal am 22. Mai 2025. Das Projekt für das neue Gebäude wurde anschließend angepasst, um neue gesetzliche Vorgaben zu berücksichtigen. Die Prüfung des Ausführungsprojekts wurde am 15. Mai 2026 abgeschlossen, die Validierung erfolgte am 15. Juli.

## Kosten von 14,05 Millionen Euro

Durch die Projektänderung steigt der Vertragswert um rund 1,17 Millionen Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. Das entspricht einem Anstieg von etwa 11,85 Prozent. Der gesamte Kostenrahmen bleibt laut Dekret jedoch bei 14,05 Millionen Euro, da die bereits verfügbaren Mittel neu verteilt werden.

Zusätzliche Kosten entstehen durch die vorübergehende Verlegung der Gesundheits- und Sozialdienste nach Prevalle. Diese war 2020 erfolgt und sollte ursprünglich nur während der für drei Jahre geplanten Bauzeit dauern. Bis März 2027 werden allein für die Anmietung des Ausweichstandorts mehr als 2,9 Millionen Euro ausgegeben.

Der Mietvertrag kann verlängert werden, falls der Standort weiter benötigt wird. Möglich ist eine Verlängerung bis Ende 2027.

„Lonato Insieme“ kritisiert, dass nach sieben Jahren zwar ein formal baureifes Projekt vorliege, aber weiterhin kein konkreter Beginn der eigentlichen Wiedererrichtung genannt werde. Die Gruppe verlangt daher Klarheit darüber, wann die Bauarbeiten starten und wann Lonato seinen Gesundheitsstandort wieder erhält.

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