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17/09/2026 - 14:59

Online-Netzwerk mit Missbrauchsdarstellungen zerschlagen: 17 Festnahmen, darunter ein Mann aus Verona

Bei einer landesweiten und internationalen Polizeiaktion gegen ein mutmaßliches Netzwerk zur Verbreitung von Darstellungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern sind insgesamt 17 Menschen festgenommen worden. Unter den mutmaßlichen Organisatoren befindet sich auch ein Bewohner der Provinz Verona.

Die Operation „Fly Trap“ wurde von der italienischen Staatspolizei unter der Koordination der römischen Antimafia-Staatsanwaltschaft durchgeführt. Beteiligt war das Nationale Zentrum zur Bekämpfung von Online-Kindesmissbrauch der Postpolizei. Die Ermittlungen begannen Anfang 2024 nach einem Hinweis der US-Behörde Homeland Security Investigations.

Im Mittelpunkt stand eine private Telegram-Gruppe mit dem Namen „New Saga“, der mehr als 1.000 Nutzer angehörten. Der Zugang erfolgte laut Ermittlern gegen Zahlungen in Kryptowährungen oder durch die Weitergabe neuen Materials. Die Betreiber wechselten wiederholt die Namen der Kanäle und nutzten einen weiteren privaten Kanal zur Koordination.

Ermittler arbeiteten monatelang verdeckt und erlangten nach Angaben der Polizei Administratorrechte in den Gruppen. Dabei wurden rund 282 Gigabyte an Daten gesichert – darunter mehr als 22.000 Videos und 34.000 Bilder.

Der Ermittlungsrichter in Rom erließ sechs Haftmaßnahmen. Drei davon betreffen italienische Administratoren aus den Provinzen Verona, Neapel und Barletta. Ein weiterer mutmaßlicher Organisator ist Schweizer Staatsbürger. Ihnen wird vorgeworfen, an der Organisation einer kriminellen Vereinigung beteiligt gewesen zu sein.

Im Rahmen von 23 Haus- und IT-Durchsuchungen in ganz Italien wurden außerdem zehn weitere Personen auf frischer Tat festgenommen. Sie sollen große Mengen entsprechenden Materials besessen haben, teilweise in verschlüsselten Ordnern. In der Lombardei wurde anschließend ein weiterer mutmaßlicher Administrator festgesetzt, ein 26-Jähriger aus der Provinz Cremona.

An dem Einsatz waren mehr als 100 Beamte der Cyberpolizei aus 13 Städten beteiligt. Die Ermittler identifizierten zudem fast 1.000 ausländische Telefonnummern. Die Informationen wurden an Europol und Interpol weitergegeben. Auch im Ausland kam es nach Angaben der Polizei bereits zu ersten Festnahmen.

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