
Via XX Settembre: Neue Infrastruktur verhindert größere Überschwemmung
Die Arbeiten zur Neugestaltung der Via XX Settembre in Verona sind weitgehend abgeschlossen. Neben der Straße, den Gehwegen und den angrenzenden öffentlichen Bereichen wurden vor allem die unterirdischen Entwässerungsleitungen vollständig erneuert.
Die starken Niederschläge der vergangenen Woche stellten das neue System erstmals auf die Probe. Dabei konnte der neue Überlauf rund einen Kubikmeter Wasser pro Sekunde in die Etsch ableiten. Nach Angaben der Verantwortlichen funktionierte die Infrastruktur damit wie vorgesehen.
Mit dem früheren System wäre diese Wassermenge im Kanalnetz verblieben. In der Vergangenheit hatte dies wiederholt zu großflächigen Überschwemmungen in der Via XX Settembre und den umliegenden Bereichen, darunter am Lungadige Porta Vittoria, geführt. Das Wasser hätte sich dort teilweise 10 bis 20 Zentimeter hoch auf der Straße sammeln können.
Während des jüngsten Unwetters kam es lediglich in einem begrenzten Abschnitt der Via XX Settembre kurzfristig zu einem Wasserstau. Die unterirdische Entwässerung konnte das Wasser aufnehmen und ableiten. Ursache für den lokalen Rückstau war nach der bisherigen Einschätzung nicht die Leistungsfähigkeit des neuen Netzes, sondern die Aufnahme eines Teils des oberirdisch abfließenden Wassers durch die Straßenabläufe.
Nach der jüngsten Asphaltierung haben bereits Arbeiten zur Korrektur, Reinigung und Kontrolle der Abläufe begonnen. Durch den neuen Belag können sich örtlich die Höhenverhältnisse verändern oder Abläufe teilweise verschließen. Deshalb werden die Abflussstellen derzeit überprüft und angepasst.
Zusätzlich wurde die Straße detailliert vermessen, um die Gefälle und den Verlauf des oberirdischen Wassers genau zu analysieren. Bei den nächsten Niederschlägen soll beobachtet werden, wie das Wasser zu den Abläufen geleitet wird. Falls erforderlich, könnten an besonders empfindlichen Stellen weitere Abläufe oder Gitter eingebaut werden.
Die neue Anlage wird in der kommenden Zeit weiter überwacht und nachjustiert. Der erste Belastungstest bei einem besonders starken Regen zeigte jedoch bereits, dass die erneuerte Infrastruktur eine größere Überschwemmung der Via XX Settembre und des Lungadige Porta Vittoria verhindern konnte.