
Isola della Scala: Ermittlungen wegen gefälschter medizinischer Unterlagen bei Spendenaufrufen
In Isola della Scala ermittelt die örtliche Polizei gemeinsam mit der Guardia di Finanza und unter Koordination der Staatsanwaltschaft Verona gegen eine Frau. Sie soll Spenden für angeblich hohe Behandlungskosten ihres Sohnes gesammelt und dabei gefälschte medizinische Unterlagen sowie Ausgaben verwendet haben, die nicht der Realität entsprochen haben sollen.
Nach Angaben der Polizei von Isola della Scala ergaben die bisherigen Ermittlungen, dass die für die Spendenaufrufe verwendeten medizinischen Dokumente mutmaßlich gefälscht waren. Auch zwischen den angegebenen Behandlungen und den genannten Kosten soll es Unstimmigkeiten gegeben haben.
Die Beschuldigte soll sich zu den Vorwürfen geäußert und die ihr zur Last gelegten Handlungen eingeräumt haben. Zudem wurde eine öffentliche Entschuldigung von Haidi Zanaboni verbreitet, die von ihr autorisiert worden sei. Das Dokument ist auf den 8. Juli 2026 datiert und wurde anschließend unterzeichnet.
Darin erklärt Zanaboni, sie habe über den Gesundheitszustand ihres Sohnes gelogen und behauptet, er leide an einem Krebs im Endstadium. Diese Darstellung sei nicht wahr gewesen. Gleichzeitig erklärt sie, ihr Sohn leide an anderen Erkrankungen, deren Behandlung mit erheblichen Kosten verbunden sei. Dies könne ihr Verhalten jedoch nicht rechtfertigen.
In der Erklärung kündigt die Frau außerdem an, Geld für die Fondazione AIRC per la Ricerca sul Cancro zu sammeln. Dies bezeichnet sie als Zeichen der Reue und als symbolische Wiedergutmachung gegenüber der wissenschaftlichen Gemeinschaft und Krebspatienten. Zudem erklärt sie, den Behörden zur Verfügung zu stehen und fachliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
Die Polizei veröffentlichte die Erklärung nach eigenen Angaben auch, um weitere Geldforderungen oder Zahlungen im Zusammenhang mit dem Fall zu verhindern.
Das Verfahren befindet sich weiterhin in der Phase der Vorermittlungen. Die bisher gesammelten Informationen müssen noch im weiteren Verlauf des Verfahrens geprüft werden und stellen keine rechtskräftige Feststellung der Verantwortung dar.