
Tocatì 2026 in Verona: Veronetta laut Kulturstadträtin eine gewonnene Wette
Die 24. Ausgabe des internationalen Festivals Tocatì ist am vergangenen Wochenende im Veroneser Stadtteil Veronetta zu Ende gegangen. Das Festival der Straßen- und Traditionsspiele fand dort zum dritten Mal statt – unter anderem zwischen Porta Vescovo, der Via XX Settembre und in angrenzenden Bereichen. Irland war in diesem Jahr Ehrengast.
Kultur- und Tourismusstadträtin Marta Ugolini verteidigte die Entscheidung der Stadt, Tocatì aus der historischen Altstadt nach Veronetta zu verlegen. Einige Anwohner hatten sich über die mit der Veranstaltung verbundenen Beeinträchtigungen beschwert. Nach Ansicht Ugolinis hat sich der neue Veranstaltungsort dennoch bewährt.
„Vor drei Jahren, als wir gemeinsam mit der Associazione Giochi Antichi beschlossen haben, Tocatì außerhalb der Altstadt zu veranstalten, schien das fast eine gewagte Wette zu sein“, erklärte die Stadträtin. Heute könne man mit Zufriedenheit sagen, dass es die richtige Entscheidung gewesen sei. Das Viertel habe die verfügbaren Plätze und Räume vollständig genutzt.
Besonders die Veranstaltungen im Bereich der Provianda hätten laut Ugolini ein großes Publikum angezogen. Die Menschen hätten sich städtische Räume wieder angeeignet, sagte sie. Dahinter stehe eine Kulturpolitik, die Veranstaltungen auch außerhalb der klassischen Orte im historischen Zentrum anbieten wolle.
Auch Diego Caloi, Präsident der Associazione Giochi Antichi, zog eine positive Bilanz. Die monatelange Arbeit sei angesichts der vielen Menschen, die Plätze, Straßen und Parks von Veronetta gefüllt hätten, in den Hintergrund getreten. Neben den Spielen seien auch Workshops, Tagungen und Shows stärker besucht worden als erwartet.
Die Verbindung Veronas mit dem keltischen Sport soll über das Festival hinaus bestehen bleiben. Gaelic Games Europe hat die Gründung eines Vereins in Verona angekündigt. Die Aktivitäten sollen 2027 beginnen und Kurse für Erwachsene sowie Angebote für Schulen umfassen.
Im Frühjahr soll außerdem Casa Tocatì eröffnet werden. Das von der Associazione Giochi Antichi geplante Zentrum soll sich dauerhaft mit traditionellen Spielen und Sportarten beschäftigen.