
Verona eröffnet Cittadella della Giustizia „Tina Anselmi“
In Verona ist die neue Cittadella della Giustizia „Tina Anselmi“ eröffnet worden. Das Zentrum befindet sich an der Piazza Madonna di Campagna 1/A und bündelt verschiedene Einrichtungen aus den Bereichen Opferhilfe, restorative Justiz, Konfliktbearbeitung und soziale Wiedereingliederung.
Unter einem Dach arbeiten unter anderem das Zentrum für restorative Justiz, das Netzwerk Rete Dafne, der Beauftragte für die Rechte von Menschen in Haft sowie das Amt für die soziale Betreuung Minderjähriger. Hinzu kommen weitere Projekte und Beratungsangebote, darunter ein Bereich des Projekts Amaes für erwachsene und junge erwachsene Straftäter.
Die Cittadella soll die Zusammenarbeit zwischen Institutionen, Verbänden und Fachkräften erleichtern. Im Mittelpunkt stehen die Unterstützung von Opfern, die Bearbeitung von Konflikten sowie Wege zu Verantwortung, Wiedergutmachung und gesellschaftlicher Reintegration.
Benannt wurde das Zentrum nach Tina Anselmi. Die ehemalige Partisanin, Gewerkschafterin und Politikerin war die erste Frau in Italien, die ein Ministeramt bekleidete. Sie setzte sich unter anderem für soziale Teilhabe, Gleichberechtigung und den Schutz demokratischer Werte ein.
Bei der Eröffnung betonte Veronas Bürgermeister Damiano Tommasi, dass die restorative Justiz und die Unterstützung von Menschen nach einem Konflikt oder einer Straftat einen gemeinsamen Ort benötigen. Die Cittadella solle verschiedene Dienste miteinander vernetzen und leicht erreichbar sein.
Die für Sicherheit und Legalität zuständige Stadträtin Stefania Zivelonghi erklärte, das Zentrum solle Beziehungen wiederaufbauen, Vertrauen stärken und Menschen sowie Gemeinschaften bei der Bewältigung von Konflikten begleiten. Eine Gemeinschaft, die sich um ihre Beziehungen kümmere, sei auch eine geschlossenere und sicherere Gemeinschaft.