
Hellas Verona legt Projekt für neuen 300-Millionen-Euro-Stadion vor
Hellas Verona hat der Stadt Verona eine Machbarkeitsstudie für den Bau eines neuen Stadions vorgelegt. Das derzeitige Marcantonio-Bentegodi-Stadion im Stadtviertel Stadio soll abgerissen und am selben Standort durch eine multifunktionale Arena mit 30.000 Plätzen ersetzt werden.
Das geplante Investitionsvolumen liegt nach Angaben des Vereins bei rund 300 Millionen Euro. Der Großteil soll durch private Investitionen der Eigentümer finanziert werden. Zusätzlich ist eine öffentliche Beteiligung im Rahmen des italienischen Stadiongesetzes vorgesehen.
Die neue Arena soll internationalen Standards entsprechen, barrierefrei sein und die Tribünen näher an das Spielfeld bringen. Nach dem derzeitigen Zeitplan könnte sie in der Saison 2031/32 eröffnet werden. Voraussetzung sind jedoch die erforderlichen technischen, städtebaulichen und wirtschaftlichen Genehmigungen. Bei einer rechtzeitigen Fertigstellung wäre das Stadion grundsätzlich auch für Spiele der UEFA Euro 2032 geeignet.
Geplant ist kein Stadion, das ausschließlich an Spieltagen genutzt wird. Vorgesehen sind außerdem Restaurants, Geschäfte, Räume für Firmenveranstaltungen sowie Konzerte. Damit soll das Stadion ganzjährig betrieben und das umliegende Stadtgebiet aufgewertet werden.
Während der Bauarbeiten soll Hellas Verona seine Heimspiele weiterhin in der Stadt austragen. Dafür ist eine vorübergehende Erweiterung des Stadions Olivieri an der Via Sogare vorgesehen. Die Bauzeit wird auf etwa drei Jahre geschätzt.
Auch nach der Rückkehr ins neue Stadion soll das Gelände an der Via Sogare genutzt werden. Dort ist künftig ein Netz aus vier Fußballplätzen geplant, das dem Nachwuchsbereich, den Frauenmannschaften und der örtlichen Gemeinschaft zur Verfügung stehen soll.
Nach den dem Projekt beigefügten Schätzungen könnten sowohl die Bauarbeiten als auch der spätere Betrieb des Stadions positive Auswirkungen auf die lokale Beschäftigung haben. Für Hellas Verona soll die neue Arena zudem zusätzliche Einnahmen aus Hospitality-Angeboten, Sponsoring, einem Vereinsmuseum und weiteren Veranstaltungen ermöglichen.
Die Unterlagen liegen nun bei den zuständigen Ämtern der Stadt Verona. Diese müssen das Projekt auf seine technische, städtebauliche und wirtschaftliche Machbarkeit prüfen.