
Borchia macht EU-Politik für steigende Kraftstoffpreise verantwortlich
Der Europaabgeordnete Paolo Borchia, Delegationsleiter der italienischen Lega im Europäischen Parlament, macht die Politik der Europäischen Union mitverantwortlich für die steigenden Preise bei Benzin und Diesel. Die Umwelt- und Wirtschaftsentscheidungen aus Brüssel hätten in den vergangenen Jahren Investitionen in Raffinerien gebremst, erklärte Borchia in der Fernsehsendung „Coffee Break“ des Senders La7.
Nach seiner Einschätzung hat sich das Verhältnis zwischen dem Rohölpreis und den Preisen für raffinierte Produkte im vergangenen Jahrzehnt deutlich verändert. Die wachsende Differenz betreffe neben Benzin und Diesel auch Flugzeugtreibstoff. Borchia berief sich dabei auf eine Analyse von Davide Tabarelli, dem Präsidenten von Nomisma Energia, der ebenfalls von einem tiefgreifenden Wandel auf dem Kraftstoffmarkt spricht.
Die geringere Raffineriekapazität belaste inzwischen Bürger, Unternehmen und das Transportgewerbe, sagte der Europaabgeordnete. Die Kosten würden letztlich an den Tankstellen und bei den Energieausgaben spürbar. Borchia forderte die EU-Institutionen auf, auch eigene politische Fehler anzuerkennen.
Nach Ansicht des Lega-Politikers müsse nun eine Phase konkreter Lösungen beginnen. Er verlangte schnelle Maßnahmen für Verbraucher und Unternehmen, die derzeit mit höheren Kosten für Energie und das Tanken konfrontiert seien.