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Verona
01/10/2026 - 18:32

Verona: Drei Stadtbezirke stimmen für neuen Raumordnungsplan

Der neue Raumordnungsplan von Verona, der sogenannte Piano di Assetto del Territorio (PAT), hat eine weitere Hürde genommen. Die Stadtbezirke 1, 6 und 7 stimmten dem Dokument zu. Als nächster Schritt muss der Plan noch dem Gemeinderat zur endgültigen Genehmigung vorgelegt werden.

Die Mehrheit im Stadtrat bezeichnete den PAT als Grundlage für eine Stadtentwicklung mit stärkerem Fokus auf öffentliche Räume, die Begrenzung des Flächenverbrauchs und nachhaltige Mobilität.

### Altstadt: Schutz und mehr Wohnraum

Im 1. Stadtbezirk wurde der Plan mit acht Ja-Stimmen und fünf Gegenstimmen angenommen. Bezirkspräsident Lorenzo Dalai verwies auf die geschlossene Haltung der Mehrheit.

Im Mittelpunkt der Debatte standen die Altstadt und die angrenzenden Viertel. Vertreter der Partito Democratico bezeichneten den PAT als strategisches Instrument für die Stadterneuerung. Ziel müsse es sein, wieder mehr Einwohner – insbesondere junge Menschen und Familien – für das Zentrum zu gewinnen und die Altstadt als bewohnten Teil Veronas zu stärken.

Auch die Gruppierung Traguardi sprach sich für ein Gleichgewicht zwischen Tourismus, Handel und Wohnnutzung aus. Die Stadtmauern, die Mura Magistrali, sollten nach Ansicht der Gruppierung nicht nur als Denkmal betrachtet, sondern schrittweise besser zugänglich und als Grünraum rund um die Altstadt nutzbar gemacht werden.

### Borgo Venezia: Aufwertung ehemaliger Gewerbeflächen

Im 6. Stadtbezirk lag der Schwerpunkt auf der Umgestaltung ehemaliger Produktions- und Gewerbeflächen. Michele Veronesi von Traguardi sieht in den aufgelassenen Arealen eine Möglichkeit, das Viertel durch neue Dienstleistungen und zusätzliche Grünflächen aufzuwerten. Dabei solle auch die industrielle Geschichte des Gebiets rund um die Via Mondadori erhalten bleiben.

Bei der Verkehrspolitik wurde auf den Ausbau von Alternativen zum Auto verwiesen. Dazu gehören ein besseres Angebot im öffentlichen Verkehr und zusätzliche Radverbindungen. Weniger Durchgangsverkehr könne nach Ansicht der Bezirksrätin Valentina Melillo zu sichereren Straßen und mehr Platz für das Leben im Viertel beitragen.

### San Michele und Porto San Pancrazio

Der 7. Stadtbezirk bewertet den PAT als Chance, die durch Infrastruktur voneinander getrennten Gebiete San Michele und Porto San Pancrazio stärker miteinander zu verbinden. Nach Ansicht von Mirko Filippini soll die östliche Stadtzone nicht in voneinander isolierten Einzelprojekten, sondern als zusammenhängendes Gebiet entwickelt werden.

Giovanni Bombieri hob außerdem die Bedeutung der Grünflächen hervor, insbesondere des Parco dell’Adige und des Lazzaretto. Das ehemalige Lazarett soll als schützenswerter Teil eines zusammenhängenden Naturraums aufgewertet und besser zugänglich gemacht werden.

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