
Verona: Neuer MRT-gesteuerter Linearbeschleuniger behandelt 150 Patienten
Am Krankenhaus Borgo Trento in Verona ist ein neuer MRT-gesteuerter Linearbeschleuniger inzwischen vollständig im Einsatz. Nach Angaben der Universitätsklinik Verona wurden mit dem Gerät bereits 150 Patienten mit Tumorerkrankungen an Prostata, Bauchspeicheldrüse, Leber, Brustkorb und Becken behandelt.
Das System verbindet einen Linearbeschleuniger mit einer Magnetresonanztomografie. Dadurch kann das Behandlungsteam den Tumor während der Bestrahlung in Echtzeit verfolgen. Bewegungen durch Atmung, Herzschlag oder Veränderungen im Bauchraum werden berücksichtigt. Die Strahlung wird dabei nur abgegeben, wenn sich der Tumor in der zuvor berechneten Position befindet. Das soll das umliegende gesunde Gewebe besser schützen.
Auch die Zahl der Behandlungstermine kann sich deutlich verringern. Während eine herkömmliche Strahlentherapie meist 25 bis 30 Sitzungen umfasst, soll die Behandlung mit dem neuen Gerät in drei bis fünf Terminen möglich sein. Die Auswahl der geeigneten Patienten erfolgt in interdisziplinären klinischen Teams.
Der MRT-Linac ergänzt die Ausstattung des Polo Alte Energie im Padiglione 24. Der im August 2025 eröffnete Bereich verfügt nach Angaben der Klinik über weitere Geräte für unterschiedliche onkologische Behandlungen, darunter auch Anwendungen für Kinder und Ganzkörperbestrahlungen, sowie über einen CT-Simulator.
Das Gerät macht die Region Venetien nach Angaben der Klinik zur ersten Region Italiens mit einem solchen System in einer öffentlichen Gesundheitseinrichtung. Die Radiologie arbeitet dabei eng mit Onkologie und Chirurgie sowie mit Medizinphysikern, Technikern und Pflegepersonal zusammen.
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