
Verona: Streit über Baustellen, Verkehr und große Infrastrukturprojekte
Die zahlreichen Baustellen und Verkehrsprobleme in Verona standen im Mittelpunkt der Sendung „In tema con Daily“, die am Mittwoch, 21. Oktober, auf Radio Adige TV ausgestrahlt wurde. Zu Gast waren Tommaso Ferrari, Mobilitätsstadtrat der Stadt Verona, und Alberto Bozza, Regionalrat sowie Stadtvorsitzender von Forza Italia.
Ferrari verteidigte die laufenden Arbeiten als notwendige Folge jahrelanger Verzögerungen bei Infrastrukturprojekten. Er verwies unter anderem auf die Filobus-Baustelle, die Arbeiten an der Überführung an der Viale Piave und die Kanalisation in der Via XX Settembre. Die vorübergehenden Verkehrsprobleme seien zwar belastend, langfristig würden die Projekte jedoch neue Infrastruktur und Entwicklung ermöglichen.
Der Stadtrat wies außerdem den Vorwurf zurück, die Stadt führe einen „Krieg gegen die Autos“. Ziel sei vielmehr, sichere Alternativen für alle Verkehrsteilnehmer zu schaffen, darunter Radfahrer und Fußgänger.
Bozza stellte die Notwendigkeit der Bauvorhaben grundsätzlich nicht infrage. Er kritisierte jedoch die praktische Organisation. Die Arbeiten müssten stärker auf den Alltag der Bevölkerung abgestimmt werden. Einige Maßnahmen hätten seiner Ansicht nach beispielsweise in den Sommermonaten bei geschlossenen Schulen durchgeführt werden können. Außerdem sprach er sich gegen starre Regelungen in der verkehrsbeschränkten Zone ZTL aus und forderte mehr Flexibilität.
Unterschiedliche Positionen gab es auch bei den großen Verkehrsprojekten. Bozza bezeichnete den geplanten Tunnel durch die Torricelle als wesentlich, um den Ring der Umfahrungsstraßen zu schließen. Er kritisierte, dass 52 Millionen Euro für die Planung der Strada di Gronda umgeschichtet worden seien. Ferrari verteidigte die Entscheidung mit dem Argument, dass die Mittel zuvor über lange Zeit blockiert gewesen seien, ohne konkrete Ergebnisse zu bringen.
In einer abschließenden Fragerunde nannten beide Politiker außerdem ihre bevorzugten Orte und Gerichte in Verona. Bozza nannte die Piazza San Zeno und die traditionelle Sauce Pearà, Ferrari Castel San Pietro und ebenfalls Pearà. Auf die Frage nach dem nächsten Bürgermeister von Verona sprach sich Ferrari für eine Fortsetzung des Weges mit Damiano Tommasi aus. Bozza forderte dagegen einen deutlichen politischen Kurswechsel.




