
Kirche von Verona legt erstmals einen Pastoralbericht vor
Die Kirche von Verona hat erstmals einen „Bilancio di Missione Pastorale“ vorgelegt. Der Pastoralbericht für das Jahr 2025 soll einen transparenten Überblick über die Aktivitäten, die Finanzen und das Immobilienvermögen der Diözese geben. Zugleich soll er den Austausch mit den verschiedenen Einrichtungen und Partnern im Gebiet fördern.
Der Bericht entstand im Zuge der Neustrukturierung der Kurie, die im Oktober 2023 begonnen wurde. Bischof Domenico Pompili betonte bei der Vorstellung, dass kirchliches Handeln nicht vollständig in Zahlen und Worten erfasst werden könne. Dennoch sei es wichtig, die wesentlichen Aktivitäten sichtbar zu machen und Rechenschaft über die anvertrauten Mittel abzulegen.
Erarbeitet wurde das Dokument nach der Methode „Ethical Social Report_Adoa“. An dem Projekt waren der Fachbereich Management der Universität Verona und die Associazione Diocesana Opere Assistenziali di Verona (Adoa) beteiligt. Die wissenschaftliche Leitung hatte Giorgio Mion, koordiniert wurde der Prozess gemeinsam mit dem Rechtsanwalt Tomas Chiaramonte.
## Aktivitäten und Schwerpunkte
Der Bericht gliedert die Arbeit der Diözese in die Bereiche Verkündigung, Nähe und allgemeine Dienste. Ein jährlicher Schwerpunkt ist dem Heiligen Jahr gewidmet. Nach Angaben der Verantwortlichen engagieren sich in der Diözese zahlreiche Menschen in der Bildungsarbeit, in der Seelsorge und in der Unterstützung hilfsbedürftiger Personen.
Zur kirchlichen Arbeit gehören den Angaben zufolge auch fast 3.000 Kommunionspender sowie mehrere hundert Personen, die in der Evangelisierung tätig sind. Als zentrale Themen im Bereich der „Nähe“ werden unter anderem karitative Arbeit, Aufnahme, Dialog, Kunst und gesellschaftliches Engagement genannt.
## Einnahmen, Ausgaben und Immobilien
Die Diözese Verona erzielte 2025 Einnahmen von 10.586.822 Euro. Die Ausgaben beliefen sich auf 9.776.841 Euro. Daraus ergab sich ein positiver Saldo von mehr als 800.000 Euro.
Auch die Pfarreien schlossen das Jahr mit einem positiven Ergebnis ab. Ihren Einnahmen von 33.492.881 Euro standen Ausgaben von 32.278.773 Euro gegenüber. Das entspricht einer Differenz von rund einer Million Euro.
Zum Immobilienbestand gehören 43 diözesane Gebäude, die für Aufnahme und Betreuung genutzt werden, fast 700 Kirchen, mehr als 300 Pfarrhäuser und über 3.000 weitere Pfarrgebäude. Außerdem verwalten die zuständigen Stellen jedes Jahr Tausende von Vorgängen in den Bereichen Kommunikation, Recht und Verwaltung.
Rund 5.000 Freiwillige stellen der Diözese regelmäßig ihre Zeit und auch ihre beruflichen Kenntnisse zur Verfügung. Der Generalvikar Osvaldo Checchini erklärte, der Bericht solle helfen, die geleistete Arbeit ebenso wie bestehende Schwierigkeiten ehrlich zu betrachten.
Der Moderator der Kurie, Ezio Falavegna, bezeichnete den Pastoralbericht als Ergebnis eines umfassenden Austauschs. Er solle künftig fortgeführt werden und dazu beitragen, offene Fragen zu erkennen und notwendige Entscheidungen zu treffen.




