
Youssef Siher aus Salò wegen „Movimento 17 ottobre“ im Fokus der Ermittler
Youssef Siher, 30 Jahre alt und aus der Provinz Brescia stammend, ist im Zusammenhang mit den Ermittlungen zum sogenannten „Movimento 17 ottobre“ in Mailand zur Questura gebracht worden. Gegen den Forscher für Geopolitik und freien Journalisten marokkanischer Herkunft wird wegen erschwerter Anstiftung zu Straftaten ermittelt.
Siher hatte am Liceo Fermi in Salò seinen Schulabschluss gemacht. Anschließend studierte er an der Universität Mailand Kommunikationswissenschaften und Politikwissenschaften. Sein akademischer Schwerpunkt liegt nach Angaben der Quelle auf politischem Islam, islamischen Bewegungen sowie dem Verhältnis zwischen Religion und arabischem Nationalismus.
Der 30-Jährige arbeitete als Forscher unter anderem mit dem Institut für internationale politische Studien (Ispi) zusammen. Außerdem schrieb er als freier Journalist für nationale Medien wie „il Fatto Quotidiano“ und „il Foglio“.
Sein Name tauchte im Zuge der Ermittlungen nach Ausschreitungen in Mailand auf. Nach Medienberichten soll Siher hinter einer Social-Media-Seite stehen, über die zu Treffen und Kundgebungen auf verschiedenen italienischen Plätzen aufgerufen worden sei. Die Polizei identifizierte ihn demnach als mutmaßlichen Administrator der Seite.
Am Samstagvormittag, dem 24. Oktober, wurde Siher zur Questura in Mailand gebracht. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe sind Gegenstand laufender Ermittlungen. Seine rechtliche Position muss nun von den zuständigen Stellen bewertet werden.
Innenminister Matteo Piantedosi verwies öffentlich auf die Ermittlungsarbeit der Polizei. Auch Verteidigungsminister Guido Crosetto äußerte sich zu dem Fall.
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