
Archäologische Forschungen im Torfmoor von Fiavé Carera wieder aufgenommen
Im Torfmoor von Fiavé Carera sind nach rund 40 Jahren die archäologischen Forschungen im UNESCO-anerkannten Pfahlbaugebiet wieder aufgenommen worden.
Die Grabung wird vom Amt für Archäologie der Denkmalbehörde der Autonomen Provinz Trient koordiniert. Zum Start wurde eine zwölf Quadratmeter große stratigrafische Sondage angelegt. Sie wurde am 19. August im Beisein der Trentiner Kulturassessorin Francesca Gerosa vorgestellt.
Mit den Untersuchungen soll vor allem der Erhaltungszustand der Ablagerungen und der hölzernen Strukturen überprüft werden. Dabei wollen die Fachleute mögliche Maßnahmen gegen fortschreitenden Verfall bestimmen. Zugleich kommen neue Methoden der Archäometrie und Bioarchäologie zum Einsatz.
Die Sondage soll um etwa zehn Quadratmeter nach Süden erweitert werden. Dadurch sollen die Siedlungsformen des ersten Dorfes genauer untersucht werden.
Das feuchte Milieu des Torfmoors hat organische Materialien besonders gut bewahrt. Dazu gehören Holz, Samen und Früchte. Sie geben Hinweise auf menschliche Aktivitäten in Fiavé Carera vom Neolithikum bis in die späte Bronzezeit.