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20/08/2026 - 02:49

Bigon kritisiert Autonomie-Entwurf für das Gesundheitswesen

Die PD-Regionalrätin Anna Maria Bigon hat den Entwurf für die Vereinbarung zur differenzierten Autonomie im Bereich Gesundheit kritisiert. In der fünften Regionalratskommission erklärte sie, dass zusätzliche Arbeitsstunden und Überstunden den Mangel an Ärzten und Pflegekräften nicht beheben würden.

Die Diskussion befasste sich mit den endgültigen Vereinbarungsentwürfen zwischen der Region Veneto und Rom, darunter mit den vorgesehenen Maßnahmen zum Thema Gesundheitsschutz.

Nach Ansicht Bigons konzentriert sich die Reaktion auf den strukturellen Personalmangel in den öffentlichen Krankenhäusern Venetiens vor allem darauf, die Grenzen für Zusatzleistungen zu lockern und mehr Überstunden zu ermöglichen. Das sei keine nachhaltige Lösung.

Die Regionalrätin warnte, dass zusätzliches Arbeitspensum für bereits unterbesetzte und ihrer Ansicht nach zu niedrig bezahlte Teams die Abwanderung aus wichtigen Abteilungen und Notaufnahmen weiter verstärken könne. Stattdessen seien stabile Neueinstellungen und angemessene Gehälter notwendig.

Bigon kritisierte außerdem unterschiedliche Rahmenbedingungen für öffentliche Einrichtungen und akkreditierte private Anbieter. Private Strukturen verfügten über größere Flexibilität bei Verträgen sowie bei Vergütung und Arbeitsbedingungen, während öffentliche Gesundheitsbetriebe an nationale Tarifgrenzen und Einstellungsbeschränkungen gebunden seien.

Eine wirkliche Autonomie müsse aus ihrer Sicht ermöglichen, die Grundvergütung strukturell anzupassen und den regionalen Gesundheitsdienst als Arbeitgeber attraktiver zu machen. Die Beschränkung auf Sonderregelungen für zusätzliche Leistungen sei dagegen lediglich eine Verwaltung der bestehenden Notlage.

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