
Circolo Pink muss Sitz in der Via Cantarane verlassen und sucht neue Räume in Veronetta
Das Circolo Pink muss seinen Sitz in der Via Cantarane 63C in Veronetta nach zwölf Jahren verlassen. Nach Angaben des Vereins will die Eigentümerschaft die Immobilie verkaufen und hat die Rückgabe der Räume in leerem Zustand verlangt.
Für das Circolo Pink ist die Situation besonders wichtig: Die Organisation besteht seit 1985, der Standort in der Via Cantarane war der fünfte Sitz in ihrer Geschichte. Der Verein war zunächst als Arcigay aktiv und setzte seine Arbeit später unter dem Namen Pink fort. Er warnt, dass der Verlust eines eigenen Raums die sozialen, kulturellen und politischen Aktivitäten gefährden könnte.
Das Circolo Pink sucht bereits nach neuen Räumlichkeiten. Nach Möglichkeit möchte der Verein in Veronetta bleiben, wo über die Jahre ein Netzwerk aus Beziehungen und Kooperationen entstanden ist. Eine endgültige Lösung wurde bislang nicht gefunden. Nach dem Auszug soll das Circolo vorübergehend in den Räumen einer befreundeten Organisation unterkommen. Auch eine gemeinsame Nutzung oder Verwaltung neuer Räume wird nicht ausgeschlossen.
Zu den wichtigen Arbeitsbereichen gehört seit 2017 die Unterstützung von LGBTQIA+-Migranten bei ihren Wegen in Italien und Europa. Außerdem laufen die Projekte „Rainbow House“, durch das in Verona ein CAD mit Mitteln der UNAR entstanden ist, und „RIDAP+“ zur psychologischen Unterstützung von LGBTQIA+-Migranten noch bis Ende 2026.
Das Circolo Pink war nach eigenen Angaben zudem am Tumulto Pride 2025 und 2026 beteiligt und hat in den vergangenen Jahren mit Vereinen, Bewegungen und Institutionen in Verona zusammengearbeitet. Die Räume in der Via Cantarane wurden auch für antirassistische, antisexistische und antifaschistische Treffen und Initiativen genutzt.
Der Verein bittet nun um Hinweise auf geeignete Räume oder entsprechende Angebote. Der Verlust des bisherigen Sitzes bedeute nicht das Ende der Organisation, betont das Circolo Pink: „Unsere Geschichte endet hier nicht.“