
Feuerwehrgewerkschaft fordert neue Wachen in der Provinz Verona
Nach dem Großbrand bei einem Unternehmen für Papierrecycling in Villafranca fordert die Feuerwehrgewerkschaft FP CGIL erneut eine bessere Ausstattung der Feuerwehr in der Provinz Verona. Nach Ansicht der Gewerkschaft fehlen sowohl Personal als auch operative Standorte.
Als besonders problematisch nennt die FP CGIL die Gebiete Valpolicella und Villafranchese. Dort gibt es eine hohe Bevölkerungsdichte sowie zahlreiche Industrie- und Gewerbestandorte.
## Geplante Wache in Pescantina kommt nicht voran
Für das Valpolicella war bereits eine Feuerwehrwache im Gemeindegebiet von Pescantina angekündigt worden. Am 14. April hatten sich dazu in der Präfektur von Verona die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden, der Staatssekretär im Innenministerium Emanuele Prisco und die nationale Führung der Feuerwehr getroffen. Dabei war der Standort Pescantina als vorrangiges Projekt bezeichnet worden, das kurzfristig umgesetzt werden sollte.
Nach Angaben der Gewerkschaft ist bislang jedoch noch nichts Konkretes geschehen. Zudem werde allein die Ausbildung des Personals für den neuen Standort mindestens neun Monate dauern.
## Forderung nach permanenter Wache in Villafranca
Die zweite Forderung betrifft Villafranca. Die Gewerkschaft setzt sich dort seit Jahren für eine permanente Feuerwehrwache ein. Begründet wird dies mit dem Krankenhaus, wichtigen Industrieunternehmen und dem internationalen Flughafen. Am Flughafen gibt es bereits einen eigenen Feuerwehrstandort.
Nach Einschätzung der Feuerwehr ist die schnelle Erreichbarkeit im Notfall entscheidend, um Schäden zu begrenzen. Dafür brauche es eine möglichst flächendeckende Verteilung der Wachen.
Die FP CGIL appelliert deshalb an die zuständigen Institutionen, den Standort im Valpolicella ohne weitere Verzögerungen einzurichten und die Gespräche über eine Wache in Villafranca wieder aufzunehmen.