
Hohe Spritpreise: Auch IP führt eine Preisobergrenze ein
Nach Eni führt auch der Tankstellenbetreiber IP eine Obergrenze für die Preise von Benzin und Diesel ein. Die Entscheidung wurde von Socar angekündigt, dem staatlichen aserbaidschanischen Unternehmen, das die Italiana Petroli kontrolliert.
Der sogenannte „Price Cap“ soll schrittweise eingeführt und an die unterschiedlichen Bedingungen des Tankstellennetzes angepasst werden. Zunächst betrifft die Maßnahme die IP-Stationen. Socar prüft nach eigenen Angaben außerdem, ob die Begrenzung auf Esso-Tankstellen und weitere Unternehmen der Branche ausgeweitet werden kann.
Zwei Tage zuvor hatte Eni maximale Preise von 1,99 Euro pro Liter Benzin und 2,19 Euro pro Liter Diesel festgelegt. Die Regelung soll zunächst mindestens einen Monat gelten.
Die italienische Regierung begrüßte die Ankündigung. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bezeichnete sie als wichtiges Zeichen der Unterstützung für italienische Familien. Außenminister Antonio Tajani erklärte, die Entscheidung sei das Ergebnis des seit Anfang September geführten Dialogs mit der aserbaidschanischen Führung. Wirtschaftsminister Adolfo Urso sprach von einer guten Nachricht und verwies auf die strategischen Beziehungen zwischen Italien und Aserbaidschan.
Gleichzeitig steigen die durchschnittlichen Preise an den Tankstellen weiter. Auf dem italienischen Autobahnnetz nähert sich der Dieselpreis inzwischen der Marke von 2,50 Euro pro Liter. Besonders betroffen sind Berufsgruppen, die auf Fahrzeuge angewiesen sind, darunter Transportunternehmen, Handelsvertreter und Taxifahrer.
Die Gewerkschaften Unica Taxi, Filt Cgil und Uiltrasporti forderten ein dringendes Treffen mit der Regierung. Sollte es nicht kurzfristig dazu kommen, halten sie einen landesweiten Stillstand des Dienstes für unvermeidbar.