
Lazise: Polizei stoppt falsches Militärpaar mit Messern und Blaulicht
In Lazise hat die Gemeindepolizei ein Paar gestoppt, das sich in vollständiger Tarnkleidung als Angehörige eines italienischen Eliteverbands ausgab. Die beiden waren am 17. August mit verdeckten Gesichtern durch die Altstadt unterwegs. Aufmerksam wurde der stellvertretende Bürgermeister Stefano Marai auf die ungewöhnliche Situation.
Bei der Kontrolle verweigerten der 40-jährige Mann aus der Provinz Lecco und die 36-jährige Frau aus der Provinz Cuneo zunächst die Vorlage ihrer Ausweise. Nach Angaben der Polizei erklärten sie, dem 9. Regiment „Col Moschin“ anzugehören und von einem Einsatz zurückzukehren. Ihre persönlichen Daten könnten sie aus Gründen der „nationalen Sicherheit“ nicht nennen.
Eine Überprüfung bei der tatsächlichen Kaserne des Regiments ergab jedoch, dass beide keinen Bezug zum italienischen Heer hatten. Anschließend erklärten sie, sich lediglich zum Vergnügen verkleidet zu haben.
In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft durchsuchte die Polizei das Hotelzimmer des Paares und dessen Geländewagen. Dabei wurden fünf Messer mit Klingen zwischen neun und 13 Zentimetern, militärische Abzeichen, Aufkleber des Verteidigungsministeriums sowie ein Stroboskop-Blaulicht sichergestellt, das den in Polizeifahrzeugen verwendeten Leuchten ähnelte.
Der Mann und die Frau wurden wegen falscher Angaben gegenüber einem Amtsträger und Amtsanmaßung bei der Justiz angezeigt. Zusätzlich wird ihnen ein Verstoß gegen das im April 2026 in Kraft getretene Sicherheitsdekret vorgeworfen. Dieses schränkt das Mitführen einsatzbereiter Messer außerhalb der eigenen Wohnung ohne konkreten und berechtigten Grund ein.
Die Ermittlungen zu den Hintergründen des Vorfalls dauern an. Bürgermeister Damiano Bergamini lobte den Einsatz der Gemeindepolizei.