
Limone sul Garda und Amalfi gründen Netzwerk der Zitronenstädte
Limone sul Garda und Amalfi haben gemeinsam mit weiteren Orten die nationale Vereinigung „Città dei Limoni“ gegründet. Die Gemeinden wollen sich vernetzen, um historische Agrarlandschaften, Terrassenanlagen, zertifizierte Erzeugnisse, lokale Zitronensorten sowie das materielle und immaterielle Erbe des Zitrusanbaus zu schützen.
Die Initiative wurde von Amalfi vorgeschlagen und von Limone sul Garda unterstützt. Der Gemeinderat von Limone beschloss den Beitritt einstimmig und genehmigte die Gründungsurkunde sowie die Satzung.
Zu den Zielen der Vereinigung gehören der Schutz und die Aufwertung der Zitronenanbaugebiete und ihrer Terrassenlandschaften, die Wiederherstellung aufgegebener Anbauflächen sowie die Förderung von Qualität, Rückverfolgbarkeit, Innovation und Nachhaltigkeit in der Produktionskette.
Darüber hinaus soll das Netzwerk den Zitronentourismus, thematische Routen, sogenannte verteilte Museen, Veranstaltungen und Bildungsangebote fördern. Auch gemeinsame Kommunikations-, Marketing- und Projektaktivitäten auf nationaler und europäischer Ebene sind vorgesehen.
Im Gemeinderat erinnerte Bürgermeister Franceschino Risatti an die lange Tradition des Zitronenanbaus in Limone. Historische Zitronenhaine und Zitrusgärten prägen bis heute das Landschaftsbild und die Identität des Ortes.
In der Begründung für den Beitritt wird die Zitrone als landwirtschaftliches, landschaftliches und kulturelles Erbe von nationaler und internationaler Bedeutung bezeichnet. Zugleich wird darauf hingewiesen, dass die italienische Anbaufläche für Zitronen in den vergangenen 25 Jahren um mehr als 40 Prozent zurückgegangen ist.
Diese Entwicklung gefährdet laut der Begründung die historischen Terrassenlandschaften. Betroffen seien nicht nur die wirtschaftliche Grundlage des Anbaus, sondern auch die hydrogeologische Stabilität und die kulturelle Identität der betroffenen Gebiete.