
Lombardei: 606 Hektar Wald bei 17 Bränden zerstört
In der Lombardei sind zwischen dem 1. Januar und dem 15. Oktober 2026 insgesamt 606 Hektar Wald bei 17 Bränden verbrannt. Nach Einschätzung von Legambiente verdeutlicht die Bilanz das wachsende Risiko durch die Klimakrise in einer der waldreichsten Regionen Italiens.
Die Zahlen stammen aus der neunten Ausgabe des Berichts „La bioeconomia delle Foreste“, der beim Forum Foreste vorgestellt wurde. Brände wurden unter anderem in Venegono Inferiore und Laveno Mombello in der Provinz Varese, in Garzeno am Comer See, Lovero im Veltlin, Cene in der Provinz Bergamo, Lumezzane in der Provinz Brescia und Valmadrera in der Provinz Lecco registriert.
Hitze, der Wasserstress der Vegetation und geringe Niederschläge erhöhen die Wahrscheinlichkeit von Waldbränden. Die Lombardei liegt zwar deutlich unter den Werten besonders stark betroffener Regionen wie Sizilien. Für Legambiente ist jedoch vor allem die zunehmende Gefährdung im Nordwesten Italiens ein Warnsignal.
Legambiente Lombardia fordert eine stärkere Prävention. Neben einer Aktualisierung des Brandschutzprotokolls seien eine kontinuierliche Pflege der Wälder und aktivere Strategien notwendig. Klimatische Anomalien, Dürre und nicht beseitigte Biomasse könnten die Gefahrenperioden verlängern und die Brände verstärken.
Beim Forum wurde außerdem die Bedeutung städtischer Wälder hervorgehoben. Bäume in Städten können Temperaturen senken sowie Luft- und Lärmbelastung verringern. Die Organisation spricht sich deshalb unter anderem dafür aus, versiegelte Flächen zurückzubauen und mehr Grün in den öffentlichen Raum und entlang von Mobilitätsinfrastrukturen zu integrieren.
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