
M5S kritisiert geplanten Gardasee-Bahnhof bei Desenzano
Die geplante Station für den Hochgeschwindigkeitsverkehr zwischen Rivoltella und Torre di San Martino im Gemeindegebiet von Desenzano del Garda stößt auf Kritik des Movimento 5 Stelle. Die lombardische Regionalrätin Paola Pollini bezweifelt Nutzen und Nachhaltigkeit des Vorhabens.
Nach Angaben Pollinis wären neben dem Bahnhof weitere Maßnahmen erforderlich, um ihn erreichbar zu machen. Genannt werden neue Straßenverbindungen von der Autobahnausfahrt Sirmione, Parkplätze, Umsteigeanlagen, Fußwege sowie eine gesicherte Verbindung zur historischen Bahnlinie.
Die Kosten, die im technischen und wirtschaftlichen Vorprojekt PFTE aufgeführt werden, lägen bei rund 200 Millionen Euro. Im Jahr 2018 waren noch 35 Millionen Euro veranschlagt worden.
Pollini verweist darauf, dass die Verkehrsstudie und die Kosten-Nutzen-Analyse noch überarbeitet werden. Sie fordert von der Region eine Bewertung der Folgen für Verkehr, Umwelt und Gebietsentwicklung.
Zugleich verweist die Regionalrätin auf den vorgesehenen Ausbau des Regionalverkehrs mit Verbindungen im 30-Minuten-Takt. Die Hochgeschwindigkeitszüge sollen ihrer Darstellung zufolge weiterhin auch die bestehenden Bahnhöfe von Desenzano und Peschiera bedienen. Die neue Station könne dagegen weitere landwirtschaftlich genutzte Flächen beanspruchen, ohne eine wirksame Alternative zum Auto zu schaffen.