
Nach Angriff in Cerea: PD fordert mehr Sicherheit und Prävention
Nach dem Angriff auf einen 18-Jährigen in Cerea haben die Regionalratsmitglieder Gianpaolo Trevisi und Anna Maria Bigon vom Partito Democratico konkrete Maßnahmen für mehr Sicherheit und Prävention gefordert. Der junge Mann befindet sich nach einem Flaschenhieb gegen den Kopf während einer Auseinandersetzung in einem Krankenhaus in Verona in kritischem Zustand.
Trevisi und Bigon erklärten, zunächst müssten die Ermittlungen der zuständigen Behörden abgewartet werden. Diese sollen den Ablauf des Vorfalls klären und mögliche Verantwortlichkeiten feststellen. Gleichzeitig gebe es ein konkretes Problem bei der Kontrolle des Gebiets und bei der Vorbeugung von Straftaten, so die beiden Politiker.
Trevisi sprach sich kurzfristig und mittelfristig für eine Verstärkung des Carabinieri-Personals in der Region sowie für eine bessere Ausstattung und Ausbildung der Ortspolizei aus. Seit Jahren werde außerdem über die Einrichtung eines Polizeikommissariats in der Gegend gesprochen. Trevisi, der früher Direktor der Staatlichen Polizeischule in Peschiera del Garda war, erneuerte zudem die Forderung nach einer regionalen Ausbildungsstätte für die kommunale Polizei.
Bigon betonte vor allem die Bedeutung der Prävention. Wut und soziale Probleme müssten erkannt werden, bevor sie in Gewalt umschlügen. Dafür brauche es dauerhafte Investitionen in Schulen, unter anderem in emotionale Bildung und Konfliktmanagement, sowie die Unterstützung durch Lehrkräfte, Psychologen und Sozialpädagogen. Auch eine frühzeitige Abklärung von ADHS und Entwicklungsstörungen sei wichtig, erklärte die Regionalrätin.
Nach Ansicht der beiden PD-Politiker müssen neben den Sicherheitskräften auch Familien und Schulen stärker einbezogen werden. Politische Forderungen nach Bildung, Integration und Respekt vor Regeln müssten mit konkreten Maßnahmen umgesetzt werden.