
Neue Funde aus der Bronzezeit am Lavagnone bei Desenzano
Am Lavagnone in Desenzano del Garda sind bei einer Grabungskampagne neue Überreste aus der frühen Bronzezeit freigelegt worden. Die Siedlung wird in die Zeit zwischen 1800 und 1600 v. Chr. datiert.
Das Team der Universität Mailand arbeitete vom 30. Juni bis 31. Juli 2026 unter der Leitung der Archäologin Marta Rapi. Beteiligt waren professionelle Archäologen sowie 14 Studierende. Zu den Funden zählen erhöhte Baustrukturen, Keramik, Tierknochen und ein nahezu vollständig erhaltenes gynäkomorphes Gefäß. Nach der Restaurierung soll es in das Museo Rambotti kommen.
Die Untersuchungen wurden nach einer zweijährigen Unterbrechung wieder aufgenommen. In den Jahren 2024 und 2025 hatte sich das Becken in einen Teich verwandelt.
Der seit 2011 zum UNESCO-Welterbe gehörende Fundort ist nach Einschätzung der Grabungsleitung gefährdet. Abwechselnde Trockenheit, Überflutungen und erneute Austrocknung beeinträchtigen die Erhaltung der archäologischen Schichten und Fundstücke. Gefordert werden eine gemeinsame Überwachung durch Denkmalbehörde, Gemeinde und Universität sowie die Wiederherstellung des natürlichen Wasserabflusses, unter anderem durch die Reinigung vorhandener Kanäle.