
Neue Müllcontainer in Veronas Altstadt: Amia weist Kritik an Information zurück
Die Einführung zugangsgesteuerter Müllcontainer im historischen Zentrum von Verona sorgt für eine politische Auseinandersetzung. Paolo Rossi, Gemeinderat der Liste Verona Domani, wirft dem Entsorgungsunternehmen Amia und Solori vor, die betroffenen Haushalte nicht ausreichend über die neuen Regeln informiert zu haben.
Nach Ansicht von Rossi müssten Tausende Bewohner bereits in den kommenden Tagen ihre Gewohnheiten bei der Müllentsorgung ändern, ohne zuvor einen ausreichenden Hinweis per Brief, Broschüre oder Informationsschreiben erhalten zu haben. Außerdem äußerte er Bedenken, dass insbesondere ältere Menschen Schwierigkeiten bei der Nutzung der neuen Container haben könnten.
Amia weist die Kritik zurück. Das Unternehmen erklärt, die Informationskampagne für die Erste Wahlbezirk-Verwaltungseinheit habe im Mai begonnen und sei kontinuierlich fortgesetzt worden. Seit Freitag, dem 15. Mai, sei eine gedruckte Informationsbroschüre direkt in die Briefkästen aller betroffenen Haushalte verteilt worden.
Zusätzlich habe Amia Informationen auf der eigenen Website, in sozialen Netzwerken und über lokale Medien veröffentlicht. Am 25. und 26. Mai fanden nach Angaben des Unternehmens außerdem zwei öffentliche Versammlungen statt.
Für die Ausgabe der Zugangskarten zu den Containern hat Amia mehrere sogenannte Ecosportelli eingerichtet. Der Schalter in der Gasse Vicolo Volto Cittadella ist weiterhin ohne vorherige Terminvereinbarung geöffnet.
Für das Gebiet Ansa Adige läuft laut Amia seit dem 7. September die Verteilung einer weiteren gedruckten Information. Hinweise werden an den betroffenen Hausnummern und an den alten Müllcontainern angebracht, bevor diese entfernt werden. An den neuen Sammelstellen sollen außerdem Betreuungskräfte den Bürgern die Funktionsweise des zugangsgesteuerten Systems erklären.