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Verona
10/09/2026 - 11:09

Parkinson-Therapie: Verona gehört zu fünf Ultraschall-Zentren in Italien

Verona gehört zu den fünf Zentren in Italien, die bei Parkinson-Patienten eine Therapie mit fokussiertem Ultraschall durchführen. Das geht aus der ersten nationalen Untersuchung zu Zentren für fortgeschrittene Parkinson-Therapien hervor, die von der Italienischen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (Limpe-Dismov) durchgeführt wurde.

An der Erhebung nahmen 75 Zentren aus 17 italienischen Regionen teil. Sie zeigt, dass medizinische Fachkenntnisse grundsätzlich weit verbreitet sind. Hochkomplexe Behandlungen werden jedoch nur an wenigen Krankenhäusern angeboten. Zudem fehlen nach Einschätzung der Fachgesellschaft strukturierte Versorgungswege innerhalb des staatlichen Gesundheitssystems.

## Fokussierter Ultraschall nur an fünf Standorten

Bei fortgeschrittenem Parkinson können unter anderem kontinuierliche Medikamenteninfusionen, die tiefe Hirnstimulation mit Elektroden oder eine MR-gesteuerte fokussierte Ultraschalltherapie (MRgFUS) zum Einsatz kommen. Bei der letztgenannten Behandlung werden Gewebeveränderungen unter Kontrolle einer Magnetresonanztomografie vorgenommen, ohne dass ein chirurgischer Schnitt erforderlich ist.

Von 47 Zentren, die geeignete Patienten für diese Therapie auswählen können, führen laut Untersuchung nur fünf die Behandlung auch selbst durch. Neben Verona sind dies Mailand, L’Aquila, Neapel und Messina.

## Große Unterschiede bei den spezialisierten Angeboten

Die meisten spezialisierten Zentren gibt es in der Lombardei mit elf Einrichtungen, gefolgt von Latium mit zehn und Sizilien mit sieben. Infusionstherapien sind am weitesten verbreitet und werden in allen 74 an diesem Teil der Untersuchung beteiligten Zentren angeboten.

Für die tiefe Hirnstimulation können 62 Einrichtungen geeignete Patienten identifizieren. Den eigentlichen Eingriff führen jedoch nur 28 Zentren in 16 Regionen durch. Die Nachsorge nach einer Operation wird von 52 Zentren gewährleistet.

Als besonders problematisch beschreibt die Untersuchung die Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen. 25 von 63 Zentren erklärten, Patienten ohne formelle Vereinbarungen oder ohne die Angabe einer konkreten Zielklinik an andere Krankenhäuser zu überweisen.

Der Präsident von Limpe-Dismov, Alessandro Tessitore, bezeichnete die zentrale Schwachstelle als organisatorisches Problem. Nicht jede Technologie müsse an jedem Krankenhaus verfügbar sein. Notwendig seien vielmehr anerkannte und vom staatlichen Gesundheitssystem finanzierte Versorgungspfade, die wohnortnahe medizinische Angebote mit den spezialisierten Referenzzentren verbinden.

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