
Pavanetto fordert mehr Zusammenarbeit im Gardasee-Tourismus
Nach dem angekündigten Austritt der Gemeinde Garda aus der Destination Verona & Garda Foundation hat Venetiens Vizepräsident und Tourismusreferent Lucas Pavanetto zu mehr Zusammenarbeit aufgerufen.
Er respektiere die vom Bürgermeister von Garda, Davide Bendinelli, angekündigte Entscheidung, erklärte Pavanetto. Zugleich müsse die Diskussion von einer Gesamtbewertung der bisherigen Arbeit und der künftigen Ausrichtung des Veneto-Tourismus ausgehen. Angesichts des Wettbewerbs zwischen professionell organisierten Destinationen dürften Zuständigkeiten, Ressourcen und Vermarktungsaktivitäten nicht wieder zersplittert werden.
Die Region Venetien setze laut Pavanetto mit ihren neuen Leitlinien für OGD und DMO auf stabile und professionell strukturierte Organisationsmodelle. Die Destination Verona & Garda Foundation ermögliche es den Tourismusorganisationen von Verona und des venezianischen Gardasees, eigene Identitäten und Strategien beizubehalten, zugleich aber über eine gemeinsame operative Struktur zu verfügen.
Pavanetto verwies auch auf das Projekt „Garda Unico“. Dabei arbeitet Venetien mit der Lombardei und der Autonomen Provinz Trient zusammen, um den Gardasee auf nationalen und internationalen Märkten als einheitliche Destination zu präsentieren. Internationale Gäste orientierten sich nicht an Verwaltungsgrenzen, erklärte der Tourismusreferent.
Die Foundation nehme zudem an regionalen Vermarktungsaktivitäten im In- und Ausland teil. Als weiteres Vorhaben nannte Pavanetto das über das Programm PR Veneto FESR 2021–2027 geförderte Projekt „Verona Garda Smart Destination“. Geplant sind unter anderem eine gemeinsame digitale Plattform, die Anbindung an das regionale Destinationsmanagementsystem, Instrumente zur Datenauswertung sowie die neue Garda Veneto Guest Card.
Den Vorschlag von Bürgermeister Bendinelli für Gespräche begrüßte Pavanetto. Der Austausch müsse jedoch darauf ausgerichtet sein, das bestehende Modell zu verbessern und nicht die bisher aufgebaute Zusammenarbeit zu schwächen. Die Region stehe für einen Dialog mit Gemeinden und touristischen Akteuren zur Verfügung.