
Protest vor der Questura in Verona gegen lange Wartezeiten bei Aufenthaltstiteln
Am Mittwoch, dem 7. Oktober, findet vor der Questura in Verona in der Via Palatucci eine Kundgebung zu den Problemen bei der Ausstellung und Verlängerung von Aufenthaltstiteln statt. Organisiert wird der Protest von der Gewerkschaft Confederazione Unitaria di Base (CUB) und dem Osservatorio Migranti Verona.
Die Kundgebung beginnt um 14 Uhr, um 14.30 Uhr ist eine Pressekonferenz geplant. Im Mittelpunkt steht das Verfahren zur Terminvergabe. Nach Angaben der Organisatoren ist der Mittwochnachmittag derzeit der einzige Zeitraum, in dem Personen ohne Zugang zum Online-Portal „Prenotafacile“ einen Termin beantragen können.
CUB und Osservatorio Migranti kritisieren, dass Betroffene dafür teilweise mehrfach zu den Schaltern kommen müssten. Wegen begrenzter Zugänge bildeten sich bereits in den frühen Morgenstunden lange Warteschlangen, um überhaupt eine Chance auf einen Termin zu erhalten.
Nach Angaben der beiden Organisationen werden Termine für Aufenthaltstitel im Zusammenhang mit Asyl oder subsidiärem Schutz derzeit erst nach sieben oder acht Monaten vergeben. Für Reisedokumente könne die Wartezeit fast ein Jahr betragen. Bei der Verlängerung eines Aufenthaltstitels für Asylsuchende würden Termine demnach erst nach mehr als 20 Monaten vergeben, teilweise bis ins Jahr 2028.
Die Organisatoren verweisen zugleich darauf, dass die Questura nach einer früheren Beschwerde im Juli die Wartezeiten bei der Abholung bereits fertiggestellter Dokumente beseitigt habe. Die aktuellen Verfahren bei der Terminvergabe halten sie dennoch weiterhin für unzureichend. Gefordert werden einfachere und schnellere Abläufe.
