
San Bonifacio: PD kritisiert tägliche Meldepflicht nach zwei Angriffen
In San Bonifacio sorgen zwei gewalttätige Vorfälle in örtlichen Supermärkten für Diskussionen über den Schutz von Beschäftigten. Zunächst wurde eine Sicherheitskraft mit einem Messer verletzt, als sie einen Diebstahl verhindern wollte. Wenige Tage später wurde eine Verkäuferin in einem anderen Geschäft angegriffen.
Die Carabinieri nahmen einen 34-jährigen Mann fest, der laut der von „L’Arena“ veröffentlichten Rekonstruktion für beide Vorfälle verantwortlich sein soll. Nach der Bestätigung der Festnahme im Zusammenhang mit dem zweiten Vorfall wurde gegen ihn die tägliche Pflicht zur Meldung bei der Polizei angeordnet.
Diese Maßnahme stößt beim Partito Democratico in Verona auf Kritik. Gianpaolo Trevisi, Regionalrat des PD und ehemaliger leitender Polizeibeamter, äußerte sich gemeinsam mit dem Provinzsekretär Franco Bonfante und dem Vorsitzenden des PD-Ortsverbands San Bonifacio, Gabriele Lain, zu dem Fall.
Die Vertreter der Partei bezweifeln, dass eine einmalige tägliche Meldung ausreicht, wenn der Betroffene sich während des übrigen Tages frei bewegen kann. Trevisi verweist auf den kurzen zeitlichen Abstand zwischen den beiden Vorfällen und darauf, dass beim zweiten Zugriff erneut ein Messer im Rucksack des Mannes gefunden worden sei.
Die Sicherheitskraft und die Verkäuferin müssten nach Ansicht des Regionalrats zu ihrer Arbeit zurückkehren können, ohne befürchten zu müssen, dem mutmaßlichen Angreifer erneut zu begegnen. Zugleich betont Trevisi, dass Sicherungsmaßnahmen auf Grundlage der vorliegenden Akten und der geltenden Gesetze getroffen würden. Die politische Frage sei jedoch, ob diese Regeln in einer solchen Situation einen ausreichenden Schutz gewährleisteten.
Bonfante und Lain warfen der Regierung außerdem vor, trotz mehrerer „Sicherheitsdekrete“ keine ausreichende Sicherheit für die Bevölkerung zu gewährleisten. Die Bürger dürften mit den Problemen der öffentlichen Ordnung nicht allein gelassen werden, erklärten die beiden PD-Vertreter.