
San Felice del Benaco vergibt kommunale Olivenbäume
Die Gemeinde San Felice del Benaco vergibt kommunale Olivenbäume zur Pflege an Bürger, Unternehmen und Vereine. Die sogenannten „sozialen Olivenhaine“ liegen an mehreren Stellen im Gemeindegebiet. Die Bewerbungsfrist endet am 1. September 2026 um 12 Uhr. Die Zuteilungen gelten vom 2. September 2026 bis zum 31. Dezember 2030.
Mit dem Projekt will die Gemeinde die gemeinsame und auch rekreative Bewirtschaftung der Olivenbäume fördern. Gleichzeitig sollen die öffentlichen Flächen und Pflanzen gepflegt und Vernachlässigung, Verwahrlosung sowie eine unerlaubte Nutzung verhindert werden.
Die betreffenden Bäume befinden sich unter anderem an der Via Marconi, Via Verdi, Via Vallette, Via Dietro Castello, Via San Giovanni, in Baia del Vento sowie an der Via San Fermo, Via De Gasperi, Via dei Pescatori, Via Benaco, Via Boschette, Via Santa Maria, Via dei Cerchi und Via U. Zerneri. Auch im Bereich des Parco Paludi gibt es entsprechende Parzellen.
Vergeben werden ausschließlich die Olivenbäume, nicht das gesamte Grundstück. Genutzt werden darf nur die Fläche, die für die ordnungsgemäße Pflege notwendig ist – im Allgemeinen etwa ein Meter rund um den Stamm.
## Einwohner werden bevorzugt
Bewerben können sich Einwohner von San Felice del Benaco sowie Unternehmen und Vereine mit Sitz in der Gemeinde. Auch Personen und Organisationen von außerhalb können einen Antrag stellen. Sie werden jedoch erst berücksichtigt, wenn nach der Vergabe an Ortsansässige noch Parzellen verfügbar sind.
Bis zu zwei Parzellen sind für schulische und pädagogische Projekte vorgesehen: eine an der Via Marconi bei der Grundschule und eine weitere für die Mittelschule. Schulen können ihren Antrag auch nach Veröffentlichung der Ausschreibung einreichen. Dafür müssen sie ein Konzept mit den geplanten Aktivitäten vorlegen.
Die Rangliste richtet sich nach Datum und Uhrzeit des Eingangs beim Gemeindeprotokoll. Wenn mehrere Bewerbungen dieselbe Parzelle betreffen, entscheidet das Los. Jeder Antragsteller muss mindestens drei Präferenzen angeben.
Mehrere Parzellen können vergeben werden, wenn die Gesamtzahl der zugeteilten Bäume unter 20 bleibt. Bei Parzellen mit mindestens 20 Bäumen ist grundsätzlich nur eine Parzelle pro Antragsteller vorgesehen. Die Vergabe erfolgt pro Haushalt und wird in einem Vertrag oder einer privaten Vereinbarung mit der Gemeinde festgehalten.
## Pflege auf eigene Kosten
Die Zuteilung berechtigt nicht lediglich zur kostenlosen Ernte der Oliven. Die ausgewählten Personen oder Organisationen müssen die Bäume selbst pflegen und bewirtschaften. Werkzeuge, Fahrzeuge und Arbeitskräfte sind vom jeweiligen Zuteilungsempfänger zu stellen. Zu den Pflichten gehören unter anderem Reinigung, Schnitt, die Entsorgung von Ästen und weitere im technischen Regelwerk festgelegte Arbeiten.
Wer die vorgeschriebenen Maßnahmen nicht durchführt, kann für zehn Jahre von ähnlichen Ausschreibungen ausgeschlossen werden. Die Olivenhaine müssen zugänglich bleiben und dürfen nicht in private Produktionsflächen umgewandelt werden. Eine Übertragung, Vermietung oder Weitergabe an Dritte ist nicht erlaubt.
Die Ernte darf grundsätzlich nicht verkauft werden. Unternehmen und Vereine dürfen die Oliven vermarkten, müssen der Gemeinde dann jedoch zwei Prozent des Produkts für soziale Zwecke überlassen.
Der Antrag muss bis zum 1. September 2026 um 12 Uhr mit dem vorgesehenen Formular eingereicht werden. Möglich ist die Übermittlung über die zertifizierte E-Mail-Adresse (PEC) des Gemeindeprotokolls oder die persönliche Abgabe beim allgemeinen Protokollamt. Jeder Haushalt, Verein oder jedes Unternehmen darf nur einen Antrag stellen.
Wer wegen begrenzter Verfügbarkeit keine Parzelle erhält, wird in eine Rangliste aufgenommen. Diese kann während der fünfjährigen Laufzeit für weitere Zuteilungen genutzt werden, etwa wenn ein Empfänger verzichtet oder verstirbt. Die Gemeinde behält sich Kontrollen und Inspektionen – auch durch die Gemeindepolizei – vor.