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Kultur
20/08/2026 - 11:01

Sorge um den Erhalt archäologischer Funde am Lavagnone

Am archäologischen Fundort Lavagnone in Desenzano del Garda wächst die Sorge um die im Untergrund erhaltenen Relikte. Nach Angaben von Marta Rapi, der Leiterin der Ausgrabungen, könnten Veränderungen der hydrologischen Bedingungen im Gebiet deren Erhaltung gefährden.

Rapi fordert ein gemeinsames Vorgehen von Denkmalbehörde, Gemeinde und Universität. Notwendig seien eine regelmäßige Kontrolle des Zustands der Fundstätte sowie geeignete Maßnahmen. Als mögliche erste Schritte nannte sie die Wiederherstellung des natürlichen Wasserabflusses und die Reinigung bestehender Kanäle.

Vertreter der Gemeinderatsgruppen „Liste Desenzano Progetto Futuro“, Partito Democratico und „Viviamo Desenzano“ haben dazu eine parlamentarische Anfrage an den Kulturstadtrat eingereicht. Sie wollen wissen, welche Schutzmaßnahmen die Verwaltung bereits ergriffen hat und welche weiteren Schritte geplant sind.

Die Antragsteller regen zudem einen dauerhaften Arbeitskreis mit der Soprintendenza und der Universität Mailand an. Dieser solle die Entwicklung am Fundort kontinuierlich beobachten und erforderliche Maßnahmen abstimmen.

Der Lavagnone gehört seit 2011 zum UNESCO-Welterbe. Zu den bedeutenden Funden zählen eine 2018 entdeckte Einbaum-Piroge sowie ein später geborgenes gynäkomorphes Gefäß. Teile des Fundmaterials sind für das Archäologische Stadtmuseum Giovanni Rambotti in Desenzano von besonderem Interesse.

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