
Sorge um Erhalt der Funde am UNESCO-Fundort Lavagnone
Am UNESCO-Fundort Lavagnone in Desenzano del Garda wächst die Sorge um die im Untergrund erhaltenen archäologischen Funde. Nach Einschätzung der Grabungsleiterin Marta Rapi könnten Veränderungen der hydrologischen Bedingungen im Gebiet ihre Konservierung gefährden.
Rapi fordert demnach ein gemeinsames Vorgehen von Denkmalschutzbehörde, Gemeinde und Universität. Notwendig seien eine Überwachung des Fundorts sowie geeignete Maßnahmen. Genannt werden unter anderem die Wiederherstellung des natürlichen Wasserabflusses und die Reinigung vorhandener Kanäle.
Anfrage an die Stadtverwaltung
Mehrere Gemeinderäte aus Desenzano haben deshalb eine Anfrage an den Kulturdezernenten der Stadt gerichtet. Stefano Terzi sowie Maria Vittoria Papa, Bernardo Comini, Beatrice Gabusi und Andrea Angelo Palmerini wollen wissen, welche Schritte die Verwaltung bereits unternommen hat und welche weiteren Maßnahmen zum Schutz des UNESCO-Gebiets geplant sind.
Die Antragsteller schlagen unter anderem eine dauerhafte Arbeitsgruppe mit der Denkmalschutzbehörde und der Universität Mailand vor. Sie soll den Zustand des Areals kontinuierlich beobachten und Schutzmaßnahmen abstimmen.
Lavagnone gehört seit 2011 zum UNESCO-Welterbe der prähistorischen Pfahlbauten rund um die Alpen. Zu den in den vergangenen Jahren bekannt gewordenen Funden zählen ein 2018 entdeckter Einbaum sowie ein jüngerer Fund eines gynäkomorphen Gefäßes. Die Stücke gelten als bedeutend für die archäologische Sammlung des Museo Civico Archeologico Giovanni Rambotti in Desenzano.