
Stefani warnt vor zunehmenden Angriffen auf Klinikpersonal im Veneto
Angriffe und Bedrohungen gegen Beschäftigte in Krankenhäusern des Veneto nehmen nach Einschätzung von Regionalpräsident Alberto Stefani besorgniserregende Ausmaße an. Er äußerte sich nach mehreren Vorfällen in Gesundheitseinrichtungen der Region.
Besonders angespannt sei die Situation in den Notaufnahmen, wo Ärzte, Pflegekräfte und weitere Beschäftigte unter hohem Druck arbeiteten. Neben Maßnahmen zur öffentlichen Sicherheit brauche es auch einen kulturellen Wandel, erklärte Stefani.
„Man kann nicht in der Angst arbeiten, angegriffen zu werden“, betonte der Regionalpräsident. Menschen, die sich in den Notaufnahmen um die Gesundheit anderer kümmern, dürften nicht befürchten müssen, statt Dankbarkeit Tritte zu erhalten.
Die Region hat bereits einen eigenen Gesprächstisch zu dem Thema eingerichtet. Dort sollen Maßnahmen zur Prävention und zur Verbesserung der Sicherheit erarbeitet werden. Ein Polizeiposten in jedem Krankenhaus wäre laut Stefani zwar die ideale Lösung, lasse sich aber nicht überall umsetzen.
Stefani verwies außerdem auf die Bedeutung des regionalen Gesundheitsdienstes. Dieser sichere allen Bürgern ein grundlegendes Recht und werde von qualifizierten Beschäftigten getragen. Die Region will den begonnenen Austausch fortsetzen und dabei Sicherheit, Abschreckung und Sensibilisierung miteinander verbinden.