
Streit über Flavio Tosi: Federico Benini kritisiert Roberto Vannacci
Ein Streit in den sozialen Netzwerken zwischen dem Veroneser Stadtrat Federico Benini (PD) und Roberto Vannacci, dem Vorsitzenden von Futuro Nazionale, dreht sich um Flavio Tosi. Auslöser war ein Video des ehemaligen Bürgermeisters von Verona und heutigen Forza-Italia-Politikers, in dem dieser politische Kritik an Vannacci äußerte.
Vannaccis Antwort bezog sich nach Darstellung von Benini nicht nur auf die politischen Inhalte, sondern auch auf Tosis körperliche Erscheinung. Der Stadtrat warf dem General deshalb „Bodyshaming“ vor. Vannacci habe unter anderem von Tosis „ventralen Knöpfen“ gesprochen – eine Formulierung, die Benini als indirekte Anspielung auf Tosis Gewicht wertete.
„Das ist keine Ironie. Das ist kein Scherz. Das ist Bodyshaming: die Beleidigung des körperlichen Aussehens als politisches Argument“, schrieb Benini in den sozialen Netzwerken. Er bezeichnete die Äußerungen als ein problematisches Signal und kritisierte, dass sie von einem nationalen Politiker stammten, der das Land regieren wolle.
Benini verband den Streit außerdem mit der politischen Situation im rechten Lager. Unter diesen Voraussetzungen drohe dem Mitte-rechts-Bündnis in Verona bei den nächsten Wahlen erneut eine Spaltung, erklärte der Stadtrat.
Vannacci reagierte seinerseits auf Beninis Kritik und stellte die politischen Beziehungen zwischen PD und Forza Italia in den Mittelpunkt. „Ich glaube, dass die PD Tosi verteidigt. Sie hat Verona der Linken überlassen“, schrieb er. Außerdem verwies er auf eine angebliche Zusammenarbeit von Forza Italia und PD in Europa.
Benini wies anschließend besonders das von Vannacci verwendete Wort „überlassen“ zurück. Verona sei kein Lehen und kein Privateigentum der Rechten, erklärte er. Die Wahl von Damiano Tommasi zum Bürgermeister im Jahr 2022 sei nicht verschenkt worden, sondern das Ergebnis einer freien Entscheidung der Bürgerinnen und Bürger nach 15 Jahren Mitte-rechter Stadtregierung.
Zum Abschluss forderte Benini Vannacci erneut auf, auf die eigentliche Frage zu antworten: ob es für einen nationalen Parteichef angemessen sei, auf politische Kritik mit Spott über das Aussehen eines anderen Politikers zu reagieren.